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Auf dem Wasser laufen

from admin on 07/21/2019 05:31 PM

Können Menschen auf dem Wasser laufen, so wie Wasserläufer? Jeder normal denkende Mensch würde klar nein sagen. Aber es gab schon viele Menschen, die das konnten und ich kann es auch und bin mir sicher, dass es auch heute noch viele können. Aber über zwei Menschen ist es sogar schriftlich in der Geschichte festgehalten worden, die es konnten:

Matthäus 14,22-33:

22. Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm herüberfuhren, bis er das Volk von sich ließe.
23. Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg allein, daß er betete. Und am Abend war er allein daselbst.
24. Und das Schiff war schon mitten auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen zuwider.
25. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer.
26. Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht.
27. Aber alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, Ich bin's; fürchtet euch nicht!
28. Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so heiß mich zu dir kommen auf dem Wasser.
29. Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, daß er zu Jesu käme.
30. Er sah aber einen starken Wind; da erschrak er und hob an zu sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir!
31. Jesus reckte alsbald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleingläubiger, warum zweifeltest du?
32. Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich.
33. Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn!

Diese Geschichte kennen bestimmt viele Menschen. Aber wie ist es gemeint, dass es außer Petrus und Jesus, noch andere gibt, die das können? Es ist geistlich gemeint. Aber wie kann man auch geistlich auf dem Wasser laufen und was hat diese Geschichte mit uns heute zu tun?

Dass Jesus auf dem Wasser erstmal irdisch laufen konnte, so dass es mehrere Menschen sehen konnten, ist nicht schwer zu verstehen, denn er ist Gott und kann alles. Petrus ist auch ein paar Schritte gelaufen, bis er den Sturm gesehen hat. Aber was ist da geistlich passiert?
Auch geistlich gesehen, kann Jesus alles, denn er ist der Architekt unserer irdischen und geistlichen Welt. Petrus hat die ganze Sache in dem Augenblick nur aus der irdischen Sicht betrachtet und da er ein Eiferer war, wollte er auch machen, was Jesus getan hat, aber brauchte erstmal die Zustimmung oder Erlaubnis von Jesus, damit er sicher sein konnte, dass er es kann. Denn wenn Jesus etwas sagt, dann passiert es auch. Und wenn Jesus sagt, dass Petrus auf dem Wasser laufen soll, dann kann er es auch. Immer noch irdisch gesehen, klettert also Petrus vom Schiff und stellt sich auf dem Wasser und stellt zu seiner Verwunderung fest, dass es sogar funktioniert, aber nur, weil er Jesus vertraut hat, dass Jesus es machen kann. Sein Blick ist also auf Jesus gerichtet und er geht Jesus entgegen. Aber da kommt ein Sturm von der Seite und was macht Petrus? Das was wir alle automatisch machen würden und auch immer machen, wenn so eine Situation eintritt: Wir sehen hin und bekommen Angst. Dann hat Petrus angefangen zu sinken. Nicht plötzlich und nicht so schnell, wie im freien Fall, sondern langsam. Dann zieht ihn Jesus wieder hoch und sie gehen beide wieder auf dem Schiff und Jesus sagt zu ihm, dass er ein Kleingläubiger ist. So weit die irdische Sicht.

Wie die meisten Ereignisse in der Bibel, hat auch dieses Ereignis eine tiefere geistliche Bedeutung, wovon wir lernen können, wie wir uns geistlich verhalten sollen und wie wir somit im Glauben wachsen können.
Ich gehe die Ereignisse Schritt für Schritt durch und erkläre, wie sie geistlich zu verstehen sind und was wir daraus lernen können:

Zuerst läuft Jesus auf dem Wasser. Wie schon oben gesagt, ist es heute kein Wunder, dass er es konnte. Damals war es noch ein Wunder, weil es neu war und viele Jesus nur als Propheten oder Meister im Glauben gesehen haben, aber nicht als Gott. Denn erst am Ende der Geschichte in Vers 33 erkennen die Jünger, dass er Gottes Sohn sein muss, denn so etwas konnte bisher kein Prophet.
Petrus war sein bester Schüler, weil er ein Eiferer war und Jesus in Allem nachahmen wollte, was auch richtig ist und was wir alle auch machen sollten. Deswegen wollte Petrus auch auf dem Wasser laufen. Er wollte das sichere Schiff verlassen und sich auf einen Weg begeben, der unvorsehbar ist und voller Gefahren. Denn er hat das noch nie gemacht und wusste nicht genau was auf ihn zu kommt und auf was genau er sich da einlässt. Er ist wie ein Kind auf die Sache eingegangen und hat Jesus vertraut, dass er ihn beschützen wird, wenn etwas passieren würde. Er hat gedacht, er wäre in Sicherheit, was auch so war. Aber die Sicherheit hängt von seinem Glauben ab. Nur weil er geglaubt hat, dass er das kann UND weil Jesus es ihm gesagt hat, hat es erstmal auch funktioniert. Im Glauben darf man diese zwei Dinge nicht vergessen und auch nicht trennen. Wenn wir also glauben, dass wir etwas vollbringen können UND Jesus fragen, ob wir es machen sollen UND er uns dann den Auftrag dazu gibt, dann können wir sicher sein, dass es funktioniert und dass wir unter dem Schutz Gottes stehen und dass Gott die Sache gesegnet hat. Wenn nur eine dieser Bedingungen fehlt, geht unser Vorhaben sicher schief.

Ich will es nochmal deutlicher sagen: Wenn wir etwas vorhaben oder von Gott etwas haben wollen, müssen wir auf drei Dinge achten:

1. Wir müssen glauben, dass es Gott möglich machen kann und unser Vorhaben durch sein Segen gelingen wird. Denn wenn wir nicht glauben, dass es Gott kann, wird es Gott auch nicht können. Deswegen hat Jesus bei den meisten Heilungen zuerst gefragt, ob der Kranke daran glaubt, ob er ihn heilen kann.

2. Wir müssen Gott darum bitten, dass er es uns gibt oder unser Vorhaben gelingen lässt. Natürlich weiß Gott sehr wohl, was wir wollen, aber verlangt trotzdem von uns, dass wir ihn darum bitten. Lukas 11,5-13:

5. Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat und ginge zu ihm zu Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leihe mir drei Brote;
6. denn es ist mein Freund zu mir gekommen von der Straße, und ich habe nicht, was ich ihm vorlege;
7. und er drinnen würde antworten und sprechen: Mache mir keine Unruhe! die Tür ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben.
8. Ich sage euch: Und ob er nicht aufsteht und gibt ihm, darum daß er sein Freund ist, so wird er doch um seines unverschämten Geilens willen aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf.
9. Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
10. Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
11. Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater ums Brot, der ihm einen Stein dafür biete? und, so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange für den Fisch biete?
12. oder, so er um ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete?
13. So denn ihr, die ihr arg seid, könnet euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Jakobus 4,2-3:

2. Ihr seid begierig, und erlanget's damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnt damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet;
3. ihr bittet, und nehmet nicht, darum daß ihr übel bittet, nämlich dahin, daß ihr's mit euren Wollüsten verzehrt.

1. Johannes 3,22:
22. und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist.

1. Johannes 3,22:

14. Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß, so wir etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns.
15. Und so wir wissen, daß er uns hört, was wir bitten, so wissen wir, daß wir die Bitte haben, die wir von ihm gebeten haben.

Umsonst bitten wir, wenn wir um etwas Böses bitten oder um etwas, was nicht im Sinne Gottes ist oder um Gott damit zu verherrlichen. Wenn wir z.B. um ein Haus bitten, dürfen wir nicht verwöhnt oder angeberisch oder überheblich sein und eine Villa oder ein Schloss oder ein zu teueres Haus erwarten. Es reicht, wenn es bewohnbar ist, auch wenn es renovierungsbedürftig ist, vor allem, wenn wir es selbst renovieren können. Es muss nicht unbedingt neu und teuer sein, denn wer weiß, ob wir es in 20 Jahren noch abbezahlen können und was dann kommt? In Allem, was wir bitten, müssen wir demütig und bescheiden sein und uns auch mit weniger zufrieden geben, denn wir leben nicht, um uns auf der Erde Schätze aufzuhäufen und um einen hohen Lebensstandard zu haben, damit uns alle beneiden. Das ist das Gegenteil davon, was Jesus und die Aposteln waren und was sie uns vorgelebt haben. Wenn wir trotzdem mehr wollen, ist das dann sicher nicht von Gott, sondern aus unserem Stolz und Hochmut, weil es uns peinlich ist, wenn alle in unserem Umfeld ein schönes, neues und teueres Haus haben und wir mit unserem armseligem Haus hervorstechen. Da merken wir selbst, dass wir nicht mehr darauf achten, was Gott will, sondern was die Mitmenschen von uns denken. Bescheidenheit und Armut sind keine Sünden. Wem es dann doch peinlich ist, der sollte sein Glaube in Frage stellen. Römer 12,2-3:

2. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.
3. Denn ich sage euch durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern daß er von sich mäßig halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilt hat das Maß des Glaubens.

So verhält es sich in Allem, was wir verlangen und haben wollen.

3. Wir müssen auf eine Antwort von Gott warten. Das heißt, dass es auch ein nein sein kann. Wir werden die Antwort aber nicht in Form von einer Vision oder Traum bekommen, so wie es immer mehr Gläubige glauben, die sich immer mehr von der pfingstlerischen und charismatischen Welle erfassen lassen und denken, dass alle Propheten sind. Sondern, wenn es ein nein ist, werden wir die Sache ganz einfach nicht bekommen und wenn wir unser Vorhaben durchsetzen wollen, wird er uns da Türen verschließen, dass es uns nicht gelingt. Wenn es ein ja ist, werden wir bekommen, um was wir gebeten haben oder unser Vorhaben wird gelingen und Gott wird uns die Mitteln dafür zukommen lassen. Also wird uns Gott seine Antwort durch Führung mitteilen, indem er uns führt. Dazu müssen wir uns auch von ihm führen lassen, Dazu gehört aber auch, dass wir ihm so viel vertrauen, dass wir ihm unser ganzes Leben und alles was wir haben übergeben und ihm die Kontrolle darüber überlassen.

Im Fall von Petrus hat Jesus ihm die Erlaubnis gegeben, dass er sein Vorhaben ausführen kann und es hat funktioniert. Wir dürfen dabei nicht noch eine ganz wichtige Eigenschaft vergessen: Petrus ist auf Jesus zugegangen und sein Blick war auf Jesus gerichtet. Also hat das Petrus nicht aus Angeberei getan, sondern um seinen Glauben zu testen und zu sehen, ob er es kann. Es ging also um den Glauben und nicht um eine Villa oder ein Sportauto oder Markenkleider.

Aber dann kommt etwas, was immer kommt, wenn wir im Glauben Neuland betreten: Eine Versuchung oder etwas Unvorhergesehenes oder etwas, das wir nicht in unserem Plan mit einbezogen haben. Das ist auch menschlich, denn niemand ist Vollkommen. Gott verlangt das auch nicht von uns, aber eines verlangt er schon: Glauben und Vertrauen. Petrus konnte auf dem Wasser laufen, weil sein Glaube an Jesus dafür ausgereicht hat. Aber sein Glaube hat nicht ausgereicht, dass er Angst bekommt, wenn ein Problem auftaucht. Für uns alle ist es einfach an etwas zu glauben, was kein Risiko beinhaltet und sicher ist. So ist es für uns auch einfach an Gott zu glauben, wenn wir in einem christlichen Land leben, wo wir unseren Glauben ausleben können und nicht dafür verfolgt werden. Wenn wir aber in einem muslimischen Land leben, wie z.B. in Ägypten, wo viele Christen umgebracht werden oder wo die Regierung jegliche Art von Religion verbietet, wie im Kommunismus, wird es schon schwieriger mit dem Glauben.
Aber jetzt taucht bei Petrus ein Problem auf, das ihn in seinem Vorhaben vernichten wird und sogar sein Leben bedroht. Er hatte Angst, dass der Sturm ihn wegblasen wird und dass er ertrinkt. Aber was hat er getan, BEVOR er den Sturm gesehen hat? Er hat seine Augen von Jesus abgewendet und hat den Sturm angesehen. Das war sein eigentliches Problem und auch unser Problem, wenn wir uns von anderen Sorgen und Problemen ablenken lassen. Dann haben wir keinen Kontakt mehr zu Gott und verlieren unser Vertrauen auf Gott und fangen an zu zweifeln. Deswegen kommt auch, was kommen muss, wenn wir Gott nicht mehr vertrauen: Wir sinken in unseren Problemen und drohen darin zu ersticken oder zu ertrinken.
Aber Jesus ist nicht so unbarmherzig wie die Menschen und nimmt uns das nicht übel. Er kritisiert sicherlich unseren Glauben, wie er auch zu Petrus "Du Kleingläubiger" sagt, damit wir verstehen, was wir falsch gemacht haben, aber er hilft uns auch und lässt uns nicht im Stich und hilft uns auf. Wir sehen, dass Jesus immer da ist, egal wie weit wir denken, dass er ist. Denn Petrus war auch noch nicht ganz bei Jesus, als er anfing unterzugehen und Jesus hat sich auch nicht Zeit gelassen, bis er ganz untergegangen ist, indem er ganz gemütlich auf Petrus zugegangen ist, sondern er war sofort da und hat seine Hand genommen. Ist Petrus nass geworden? Ganz sicher. Das war ihm aber eine Lektion. Werden wir auch Schrammen davontragen, wenn wir den Glauben an Jesus verlieren? Ganz sicher. Aber wir werden nicht untergehen.

Deswegen sollte die Lektion aus diesem Vortrag lauten: Egal was auf uns zukommt, nie die Augen von Jesus abwenden! Nie an Gott zweifeln und den Glauben verlieren! Das wird uns eine Menge Schrammen ersparen. Aber wenn die Sache hinter uns liegt, können wir hoffentlich sagen, dass wir etwas dazugelernt haben und im Glauben ein Stück weiter gewachsen sind. Sonst war alles umsonst und wir werden es das nächste Mal genauso schlecht machen.

Es ist also nicht schlimm im Glauben etwas zu riskieren und im Glauben wachsen zu wollen. Im Gegenteil. Wir sollen im Glauben wachsen. Wir sollen dabei aber auch standhaft bleiben. Denn wenn wir nie Neuland im Glauben betreten werden, werden wir auch nicht wachsen. Wir müssen unseren Tellerrand immer weiter nach vorne verschieben und ihn überwinden und dabei immer auf Jesus blicken und ihm volles Vertrauen schenken.

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Das Gleichnis von den Talenten und den 10 Jungfrauen

from admin on 07/14/2019 04:30 PM

Diese 2 Gleichnisse werden oft falsch interpretiert und ausgelegt. Viele nehmen an, dass die Talenten und das Öl von den beiden Gleichnissen entweder Werke sind oder Gaben, die man von Gott bekommt. Leider ist das falsch, wie wir gleich sehen werden. Zunächst lesen wir uns die 2 Gleichnisse genau durch:

 

Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen, Matthäus 25,1-13:

1. Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen.
2. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug.
3. Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich.
4. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
5. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen!
7. Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen.
8. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen.
9. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst.
10. Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen.
11. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!
12. Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
13. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.

Das Gleichnis von den Talenten, Matthäus 25,14-30:

14. Gleichwie ein Mensch, der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus;
15. und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg.
16. Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Zentner.
17. Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere.
18. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld.
19. Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen.
20. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen.
21. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!
22. Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen.
23. Sein Herr sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!
24. Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wußte, das du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast;
25. und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine.
26. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wußtest du, daß ich ernte, da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe?
27. So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen.
28. Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat.
29. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
30. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen.

Diese 2 Gleichnisse tauchen in der Bibel unmittelbar nacheinander auf, als ob sie ein Gleichnis bilden sollten oder wenigstens das Gleiche sagen sollen. Beide haben den gleichen Sinn und die gleiche Botschaft, aber Jesus lässt die Erklärung dafür offen und lässt das Volk im Dunklen stehen. Nur den Jüngern erklärt er sie, als sie danach fragten, wie Matthäus 13,10-17:

10. Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?
11. Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, daß ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben.
12. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.
13. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.
14. Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja's erfüllt, die da sagt: "Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen.
15. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe."
16. Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören.
17. Wahrlich ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu hören, was ihr höret, und haben's nicht gehört.

Ich setze üblicherweise die Juden mit allen anderen Ungläubigen gleich, denn es macht keinen Unterschied, ob man Jude ist oder ungläubiger Heide, denn wenn man nicht an Jesus als Sohn Gottes glaubt, ist man für Gott ungläubig. Deswegen lege ich die Erklärung Jesu auch auf die Ungläubigen aus, aber auch auf die Scheinchristen bzw. die unechten Bekehrten, denn solche gibt es viel mehr als echte Bekehrte, wie Jesus auch in Matthäus 22,14 sagt:

14. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

Zu diesem Thema habe ich den Vortrag "Auserwählte Christen" geschrieben. Wer mehr dazu wissen will, kann da gerne nachlesen.

Jedes mal, wenn Jesus über die Juden spricht als Ungläubige, meint er damit auch alle Ungläubige. Somit kann man in Bezug auf unsere beiden Gleichnisse sagen, dass nur diejenigen die Gleichnisse verstehen werden, die auch echte Christen und Bekehrten sind. Allen anderen wird es verwehrt. Diese können dann nur spekulieren und es wird dann doch nicht zu 100 % passen.

Dieser Vortrag ist also sowohl für die echten Christen, die die Gleichnisse bis jetzt nicht verstanden haben, aber auch für die Ungläubigen oder unechten Christen, die es auch wissen wollen.

Nehmen wir als erstes an, dass die Talenten und das Öl Werke sein sollen.
In diesem Fall, würde es nicht passen, weil man Werke nicht von Gott/Jesus bekommt, der in den Gleichnissen als Herr/Bräutigam dargestellt wird. Werke werden von Menschen gemacht. Egal ob Christ oder Ungläubig. Werke sind alles, was wir machen und sagen. Außerdem werden wir später nach unseren Werken bestraft oder belohnt, je nachdem ob wir Christen waren oder Ungläubige: Römer 2,5-9:

5. Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zornes und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,
6. welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken:
7. Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben;
8. aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade, und Zorn;
9. Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen;

Wenn wir also die Werke von Gott bekommen sollten, wie könnte er uns dann dafür bestrafen oder belohnen? Denn wir haben sie ja von ihm bekommen und nicht selbst verursacht und könnten dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist ja auch menschlich logisch, dass jeder für seine Taten bestraft oder belohnt wird, so wie wir es selbst handhaben.
Zum Thema Strafe bzw. Belohnung durch Werke gibt es natürlich noch mehrere Bibelstellen, aber dieses sollte erstmal genügen, denn dieser Vortrag handelt nicht hauptsächlich von diesem Thema.

Werke können auch nicht das Öl sein, denn Werke kann man nicht noch schnell machen, wenn der Bräutigam kommt, weil man die Zeit dazu nicht haben wird.

Somit können Werke als Talente oder Öl ausgeschlossen werden.

Nehmen wir an, dass die Talente und das Öl Gaben bzw. Gnadengaben bzw. Geistesgaben sind, die wir von Gott bekommen. Dass wir sie von Gott bekommen, ist kein Frage: 1. Korinther 7,7:

7. Ich wollte aber lieber, alle Menschen wären, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so.

In diesem Fall müssen wir erstmal wissen, was Gaben sind. Dazu lesen wir in 1. Korinther 12,4-30:

4. Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist.
5. Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein Herr.
6. Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem.
7. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen.
8. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselben Geist;
9. einem andern der Glaube in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen in demselben Geist;
10. einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen.
11. Dies aber alles wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen seines zu, nach dem er will.
12. Denn gleichwie ein Leib ist, und hat doch viele Glieder, alle Glieder aber des Leibes, wiewohl ihrer viel sind, doch ein Leib sind: also auch Christus.
13. Denn wir sind auch durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist getränkt.
14. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
15. So aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er um deswillen nicht des Leibes Glied sein?
16. Und so das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein?
17. Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? So er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?
18. Nun hat aber Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat.
19. So aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?
20. Nun aber sind der Glieder viele; aber der Leib ist einer.
21. Es kann das Auge nicht sagen zur Hand: Ich bedarf dein nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht.
22. Sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die uns dünken die schwächsten zu sein, sind die nötigsten;
23. und die uns dünken am wenigsten ehrbar zu sein, denen legen wir am meisten Ehre an; und die uns übel anstehen, die schmückt man am meisten.
24. Denn die uns wohl anstehen, die bedürfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermengt und dem dürftigen Glied am meisten Ehre gegeben,
25. auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder füreinander gleich sorgen.
26. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit.
27. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil.
28. Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andre die Propheten, aufs dritte die Lehrer, darnach die Wundertäter, darnach die Gaben, gesund zu machen, Helfer, Regierer, mancherlei Sprachen.
29. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertäter?
30. Haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle mancherlei Sprachen? Können sie alle auslegen?

Das Thema Gandengaben ist eigentlich sehr kompliziert, weil es noch mit vielen anderen Dingen im Glauben zusammenhängt, wie z.B. die Heilsgeschichte. Denn nur so können wir auch verstehen, welche Gaben zur welchen Zeit gebraucht wurden und welche heute noch existieren. Dazu habe ich ebenfalls ein Vortrag geschrieben: "Russische Pfingstler und Zungenrede". In diesem Vortrag habe ich die Gnadengaben nicht nur auf russische Pfingstler bezogen, sondern auf alle, die sie falsch anwenden, so wie Chraismatiker oder Neuapostolen. Hier wollen wir uns aber nur auf die Existenz der Gaben beschränken und sie auf die Gleichnisse beziehen.

Genau genommen sind Gaben auch nur Gnadengaben, aber Paulus bezieht in den Versen 4-6 zu den Gaben auch die Ämter bzw. Dienste in der Gemeinde und auch die Kräfte, die darin wirken. In den Versen 8-10 erklärt er genauer was mit diesen Sachen genau gemeint ist. Er sagt somit in den Versen 8 und am Anfang von 9, dass mit Ämter Weisheit und Erkenntnis gemeint sind, die an die Gemeinde in Form von Predigten und Ermahnungen und Ermutigungen weiter gegeben werden sollen. Also sind das Prediger, Älteste, Seelsorger, Missionare oder auch Kinder- oder Jugendleiter. In den Versen 9 und 10 sagt er, dass Gnadengaben und Kräfte z.B. Heilungen, Wunder tun, Weissagung, Geister zu unterscheiden, Sprachen oder Auslegung von Sprachen sind.
Also kann man sagen, dass alle Dienste in der Gemeinde Gaben sind, sogar das Putzen, Reparieren, Singen, Instrumente spielen, usw. Wobei manche dieser Gaben, vor allem die letzten genannten, auch Ungläubige haben. Aber in den Versen wo Paulus von Gliedmaßen redet, kann man erkennen, dass auch Ungläubige diese Gliedmaßen haben. Allgemein kann man trotzdem sagen, dass auch diese Gaben, Gaben von Gott sind, denn Gott ist es ja, der die Menschen macht und jedem auch einen Charakter und Fähigkeiten schon im Mutterleib mitgibt. Also haben zwar die Ungläubigen auch Gaben von Gott bekommen, aber es sind keine Geistesgaben wie z.B. Heilung oder Wunder tun oder Erkenntnis im Glauben oder Weisheit. Ob und welche von diesen Geistesgaben es noch gibt, lasse ich hier außer Acht. Es soll nur deutlich gemacht werden, dass es Gaben gibt, die von Gott an die Christen gegeben werden, damit sie Gott damit in der Gemeinde und im Alltag dienen sollen.

Diese Gaben haben aber eine Eigenschaft, die nicht mit unseren Gleichnissen zu vereinbaren sind: entweder man hat sie ganz oder gar nicht. Man bekommt sie nicht erstmal Stückweise und dann muss man selbst darin wachsen, sondern man bekommt sie ganz. Entweder man kann heilen oder nicht. Man kann nicht nur bestimmte Krankheiten heilen und andere nicht. Paulus, der diese Gabe hatte, konnte auch Tote auferwecken. Und entweder man hat eine bestimmte Erkenntnis bekommen oder nicht. Man bekommt nicht nur ein Stück von einer Erkenntnis und den Rest muss man dazulernen. Denn die Talente mussten die Knechte selbst vermehren. Sicher kann man in einer Gabe oder Fähigkeit auch wachsen, indem man übt und besser wird, wie z.B. ein Instrument spielen. Aber entweder liegt es einem ein Instrument zu spielen oder nicht. Man kann auch gezwungen ein Instrument spielen lernen, dann ist es aber keine Gabe von Gott, sondern selbst angelernt. Putzen kann man auch selbst lernen und reparieren auch. Aber auch da kann man erkennen, ob man handwerklich begabt ist oder nicht. Oder ob man den Fleiß und den Spaß dabei hat.
Gaben kann man auch nicht vermehren, auch wenn wir in den irdischen Gaben besser werden können.

Auf jeden Fall können Geistesgaben nicht erlernt werden und auch nicht verbessert werden, wenn man sie hat. Auch wenn man denkt, dass der Predigerdienst erlernt werden kann, ist das falsch. Wenn man von Gott nicht den Auftrag und die Gabe dafür nicht bekommen hat, kann man nur das predigen, was man selber denkt, dass es passen würde. Dann predigt man nicht durch den Heiligen Geist, sondern von sich selber. Solche Prediger kann man erkennen, wenn sie sich entweder selbst widersprechen oder anderen Bibelstellen widersprechen oder wenn während der Predigt die ganze Gemeinde einschläft oder jeder an etwas anders denkt oder wenn er unterhaltsam predigt, wie ein Schauspieler, indem er viel gestikuliert und Späße macht. Denn wir erkennen an Jesus, dass er ganz anders als die Schriftgelehrten und Priester lehrte und ihm ständig eine ganze Volksmenge gefolgt ist, um zu hören was er predigt, denn er predigte mit Kraft und Heiligem Geist. Sicher gibt es sehr wenige Prediger, die auch die Gabe haben und es gibt auch viele Gemeinden, die gar keine echten Prediger haben, aber das liegt dann an der Gemeinde, weil sie den Heiligen Geist verstocken, indem sie etwas anderes lehren, als Gott es will und die Bibel es uns lehrt. Denn wenn es von so vielen berufenen Christen so wenige Auserwählte gibt, kann man dieses Verhältnis auch auf die Prediger übertragen. Somit sind von allen Predigern, die es gibt, sehr wenige, die es auch wirklich sind. Alle anderen sind nur Redner, die irgendwas von der Bibel erzählen, das niemanden interessiert und keiner oder nur wenige zuhören.

Aber auch wenn man die Gaben auf das Öl bezieht, passt es auch nicht, denn die Gaben hat man bis zum Tod. Sie gehen nicht aus und man kann sie auch nicht in die Öllampen nachgießen.

Also passen die Gaben auch nicht in unsere Gleichnisse.

Was können also die Talente und as Öl sein? Die Eigenschaften davon sind, dass man sie von Gott in einer Anfangsmenge bekommt und dass man sie vermehren MUSS und dass jeder unterschiedlich viel von Gott bekommt und auch unterschiedlich vermehrt, wie in 1. Korinther 13,12 steht:

12. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

Also sagt Paulus, dass er selbst es jetzt auch nur stückweise erkennt. Also ist es ein Wachstum mit jeder Erkenntnis, die man hat.

Vor allem aber, kann es wieder weggenommen werden, wenn wir vor Gott stehen, unserem Richter, wie wir schon oben gelesen haben in Matthäus 13,12:

12. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.

Ein Wachstum finden wir auch in Bezug auf Milch und feste Speise, wie es Paulus ausdrückt in 1. Korinther 3,1-3:

1. Und ich, liebe Brüder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, sondern als mit Fleischlichen, wie mit jungen Kindern in Christo.
2. Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht Speise; denn ihr konntet noch nicht. Auch könnt ihr jetzt noch nicht,
3. dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise?

Und auch in Hebräer 5,11-14:

11. Davon hätten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverständig seid.
12. Und die ihr solltet längst Meister sein, bedürft wiederum, daß man euch die ersten Buchstaben der göttlichen Worte lehre und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise.
13. Denn wem man noch Milch geben muß, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind.
14. Den Vollkommenen aber gehört starke Speise, die durch Gewohnheit haben geübte Sinne zu unterscheiden Gutes und Böses.

Hier kommen wir der Sache schon näher. Es ist die Rede vom GLAUBEN. Zuerst bekommen wir im Glauben alle Milch wie ein Neugeborener, was wir im Glauben auch sind, wenn wir uns bekehren. Dann aber müssen wir im Glauben wachsen, damit wir feste Speise essen können und Erwachsen werden. Wir müssen unseren Glauben festigen. Wenn wir uns bekehren, bekommen wir vom Heiligen Geist einen Anfangsglauben, damit wir an ihn glauben können. Jeder bekommt unterschiedlich viel, weil jeder einen unterschiedlich großen Eifer und Interesse an Gott hat und Gott unterschiedlich viel dienen will. Deswegen bekommt einer am Anfang 1 Talent, einer 3, einer 5. Gott sieht wer sich wie stark für ihn interessiert und gibt jedem nach dem Maß wie er verdient aber auch tragen kann. Denn wer zu viel Glauben auf ein mal bekommt, kann es nicht tragen und fassen und wird entweder verrückt oder fällt ab vom Glauben. Aber 1 Talent bekommt jeder, der sich bekehrt. Das ist das Mindestmaß, was man am Anfang bekommt. Das bekommen auch die, die sich unecht bekehren, also diejenigen, die Gott nicht lieben, aber sich aus einem anderen Grund bekehren wollen, z.B. damit man bei den Verwandten gut da steht oder weil man in der Gemeinde Karriere machen will oder weil man aus der Gemeinde materiell oder finanziell profitieren will oder weil alle Freunde und Verwandte in der Gemeinde sind und mit einem kein Kontakt mehr haben werden, wenn man sich nicht bekehrt. Man wird ausgestoßen. Das ist leider nicht nur bei Moslems oder Katholiken so, sondern auch bei Freikirchen.
Aber bei den Unechten merkt man es, wenn sie nicht im Glauben wachsen, anhand von dem was er tut oder wie er redet und was er redet. In erster Linie ist es für uns nicht wichtig wer echt bekehrt ist und wer nicht, sondern das ist Gottes Sache wenn er auf dem Richterstuhl sitzt. Was wichtig für jeden ist, ist dass er im Glauben wachsen soll. Dazu gehören nicht nur Werke, sondern auch unser Verhältnis zu Gott, in wie fern wir ihm vertrauen und wie viel wir ihm die Kontrolle über unser Leben überlassen und wie viel wir aus dem Wort Gottes umsetzen und wie viele Gesetze wir einhalten und wie wir uns mit unseren Mitmenschen, also unseren Nächsten benehmen.
Z.B. wird von einem, der stark im Glauben ist, verlangt, dass er Gott preist und lobt, wenn ihm etwas Schlimmes zugestoßen ist. Warum? Weil alles was uns zustößt, von Gott genehmigt werden muss und somit uns zum Besten dient, damit wir an Erfahrung zunehmen und lernen mit bestimmten Situationen umzugehen, damit uns Gott für größere Aufgaben gebrauchen kann. So wie Paulus und Silas im Gefängnis gesungen haben, als sie Schmerzen hatten und ihre Zukunft ungewiss war und sie nicht wussten, ob und wann sie frei gelassen werden oder ob sie zu Tode verurteilt werden. Sie wussten, dass Gott sie beschützt und sie alles erdulden müssen, was Gott ihnen gibt und auch wenn sie wie Stephanus am Ende getötet werden. Dann ist es Gottes Wille und allein sein Wille zählt und wir sind nur seine Werkzeuge und müssen uns seinem Plan unterwerfen und uns nicht gegen dem wehren, was uns nicht gefällt, natürlich im vernünftigen Rahmen. Denn das soll nicht heißen, dass wir allem ohnmächtig gegenüber stehen sollen und nichts mehr tun sollen, sondern immer das menschlich mögliche tun, um unser Wohlsein zu erhalten. Wenn wir keinen Ausweg sehen, dann ist es von Gott so gegeben und dann wird uns auch nichts anderes übrig bleiben, als es zu ertragen. In solchen Situationen muss man sich von Gott leiten lassen und anhand der Bibel entscheiden, wie man vorgeht. So sagt z.B. Jesus, dass wir von denen, die das Wort nicht annehmen wollen, weggehen sollen und anderen das Wort verkündigen sollen. Manche ignorieren aber diese Stelle und versuchen trotzdem unwilligen Menschen den Glauben zu überreden und ernten dafür von diesen Menschen viel Kummer und Not. Das hat man sich dann selbst zuzuschreiben, weil man auf die Bibel nicht gehört hat. So ist auch Paulus immer weiter gezogen, als er verjagt wurde.

In Bezug auf das Öl ist es ähnlich wie mit den Talenten. Die klugen Jungfrauen hatten mehr Öl mitgenommen, also haben sie ihr Öl vermehrt. Die dummen Jungfrauen haben nur das mitgenommen, was sie in der Lampe hatten. Jeder Mensch weiß, dass er mehr Öl mitnehmen muss, wenn er nicht weiß, wie lange das Licht brennen soll.

Im Zusammenhang mit dem Licht sagt uns Jesus, dass wir das Licht in der Welt sein sollen.

Johannes 8,12:

12. Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Hier sagt er passend zu unserem Gleichnis, dass er selbst das Licht ist und uns Licht geben wird. Wer also kein Öl bzw. Glauben mehr hat, der kann auch kein Licht haben bzw. kein Licht sein in der Welt und für die Welt. Wenn uns also der Glaube nicht reicht, weil wir ihn nicht vermehrt haben, wird unser Licht auch ausgehen. In diesem Fall ist das Licht unser Heil und unser Eintritt im Himmel.

Es mögen viele Christen gegen diese Auslegung sein, weil sie selbst wissen, dass sie entweder unechte Christen sind oder weil sie ihren Glauben nicht vermehrt haben oder vermehren wollen, wollen aber trotzdem im Himmel gehen oder wenigstens nicht als Scheinchristen abgestempelt werden. Das ist leider ihr eigenes Problem und sie entscheiden selbst, ob sie sich nicht doch echt bekehren wollen und auch dazu gehören wollen, indem sie ihren Glauben vermehren.
Fakt ist, dass diese Gleichnisse nur mit dem Glauben zusammen passen, auch wenn es ein hartes Urteil für viele ist. Aber so lange wir leben, können wir uns noch entscheiden, wo wir hingehören wollen. Es liegt bei jedem von uns und keiner kann die Schuld auf einen anderen geben oder auf Gott. Wer diese Wahrheit nicht erträgt, wird gerichtet werden.

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Irrlehre Calvinismus

from admin on 03/09/2019 01:53 PM

In diesem Vortrag zähle ich die 5 Punkte des Calvinismus auf, auf die sich der Calvinismus stützt und schreibe dazu meine Anmerkungen, um zu zeigen, was die Bibel dazu sagt und was richtig und falsch ist.

 

1. Absolute Unfähigkeit oder Totale Verderbtheit

Der Calvinismus sagt:

Aufgrund des Sündenfalls ist der Mensch von sich heraus nicht fähig an das Evangelium zu glauben um zum Heil zu kommen. Der Sünder ist tot, blind, und taub den Dingen Gottes gegenüber; sein Herz ist betrügerisch und hoffnungslos verdorben. Sein Wille ist nicht frei, er ist versklavt an seine verdorbene Natur, deshalb will er nicht - de facto kann er nicht - in geistlichen Dingen das Gute gegenüber dem Bösen vorziehen. Daraus folgt, es erfordert viel mehr als die Hilfe des Geistes um einen Sünder zu Christus zu bringen - es erfordert die Wiedergeburt, bei der der Geist den Sünder zum Leben erweckt und ihm eine neue Natur gibt. Glaube ist nicht das was der Mensch zu seiner Rettung beiträgt, sondern ist selbst Teil von Gottes Geschenk des Heils - er ist die Gabe Gottes an den Sünder, aber nicht die Gabe des Sünders an Gott.

Meine Anmerkung:

Hier meint der Calvinismus Römer 3,9-20, was auf den ersten Blick auch richtig ist:

9. Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind,
10. wie denn geschrieben steht: "Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.
11. Da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage.
12. Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer.
13. Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handeln sie trüglich. Otterngift ist unter den Lippen;
14. ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit.
15. Ihre Füße sind eilend, Blut zu vergießen;
16. auf ihren Wegen ist eitel Schaden und Herzeleid,
17. und den Weg des Friedens wissen sie nicht.
18. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen."
19. Wir wissen aber, daß, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei;
20. darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Wenn das Wort Gottes hier aufhören würde, würde der Calvinismus auch Recht behalten.
Da aber der Calvinismus in diesem Fall nichts über ein Happy End sagt, könnte nach dieser Ideologie kein Mensch gerettet werden, weil alle Menschen nur böse sind und nur Böses tun und Böses denken. Nach dieser Theorie müssten alle Menschen Selbstmord begehen, weil das Leben keinen Sinn mehr hat und alle in die Hölle gehen müssten und es würde keinen Sinn machen, dieses qualvolle Leben noch durchzuleben.
Aber dank der Gnade Gottes, ist das nicht so. Hier ist die Rede von den Juden, die unter der Sünde und dem Gesetz standen. Das Gesetz soll die Sünde überführen, bis die Gnadenzeit durch Jesus kommt, das das Gesetz aufhebt. Denn Paulus kommt ein paar Verse weiter in Römer 9,28 zu dem Entschluss:

28. So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

Somit sind wir allein durch den Glauben gerecht und können gerettet werden, und somit ist ein Gläubiger vor Gott gerecht, durch den Glauben an Jesus und seinen Tod für unsere Sünden.

Paulus sagt uns nochmal klarer in Römer 7,14-25, dass der Calvinismus nicht Recht hat:

14. Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich bin aber fleischlich, unter die Sünde verkauft.
15. Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich.
16. So ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das Gesetz gut sei.
17. So tue ich nun dasselbe nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
18. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht.
19. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20. So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Sünde, die in mir wohnt.
21. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daß mir das Böse anhangt.
22. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
23. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern.
24. Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?
25. Ich danke Gott durch Jesum Christum, unserm Herrn. So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleische dem Gesetz der Sünde.

Hier bezieht Paulus die Stelle aus Römer 3,9-20 auf sich selbst und auf alle Gläubigen und Christen und erklärt nochmal genauer, was das Wort Gottes meinte, als es sagte, dass der Mensch nur böse ist. Am Ende sagt er, dass Jesus das alles gut macht und uns alle erlöst hat von diesem bösen Wesen und ein Unterschied macht zwischen dem Fleisch und dem Geist, der sich zu Gott bekehrt hat.

 

2. Unbedingte Erwählung

Der Calvinismus sagt:

Gottes Erwählung zur Errettung bestimmter Menschen vor Grundlegung der Welt beruht einzig allein auf seinem souveränen Willen. Seine Auswahl von bestimmten Sündern basierte nicht auf irgendwelchen von Gott vorhergesehenen Gehorsamsakten dieser Menschen, wie z.B. Glaube, Buße, etc. Im Gegenteil, Gott schenkt Glauben und Buße einem jeden Menschen, den Er auserwählte. Glaube und Buße sind das Ergebnis, nicht der Grund für Gottes Erwählung. Die Erwählung ist demzufolge nicht bestimmt oder bedingt durch irgendeine innewohnende Qualität oder etwa einer von Gott vorhergesehenen Handlung des Menschen. Diejenigen, die Gott in seiner Souveränität auserwählt hat, die bringt er durch die Kraft des Heiligen Geistes zur willigen Annahme von Christus. Demnach ist Gottes Entscheidung für den Sünder, nicht die Entscheidung des Sünders für Christus, die eigentliche Ursache für die Errettung.

Meine Anmerkung:

Bevor man mit der Argumentation anfängt, muss man klar festhalten, dass Punkt 2 sagt, dass Gott den Menschen EINZIG AUS SEINEM WILLEN auserwählt hat und den Willen des Menschen außer Acht gelassen wird. Mit anderen Worte gesagt, heißt das, dass Gott die Menschen nach seiner Wahl ausgewählt hat und sie zum glauben bringt, egal ob sie wollen oder nicht. Diejenigen, die wollen, haben Glück gehabt, und diejenigen, die nicht wollen, zwingt er bzw. vergewaltigt er ihren Willen, dass sie ihn annehmen.
Das ist genau die gleiche Art von Missionierung, wie es die Moslems tun und wie es der Antichrist tun wird. Wer nicht konvertieren will, wird getötet. Der Mensch hat also kein Mitsprachrecht und keinen eigenen Willen und wird von Gott so lange gequält, bis er sich bekehrt. Wenn er sich dann endlich bekehrt hat, hält er ihn auch mit Zwang im Glauben bis zu seinem Tod. Wenn er dann zwischendurch abfallen will, lässt ihn Gott wieder durch Qualen gehen, bis er wieder zurückkommt.
Das scheint mir gegen jeden Erschaffungsgrund der Menschheit zu sein. Somit hätte Gott keine freien Wesen geschaffen, sondern Maschinen oder Marionetten oder Tiere, die er mit Zügeln steuert und sie peitscht, sobald sie ausscheren. Nach dieser Theorie müsste Gott ein Tyrann sein.

Sicher hat Gott von Anfang an gewusst, wer zum Glauben kommt und wer nicht. Das heißt aber nicht, dass er sie gegen den Willen der Menschen ausgesucht hat. Es ist die Rede von Vorhersehung. Nach dieser Vorhersehung hat Gott die Menschen ausgewählt, aber nur, weil er schon wusste, wer sich für ihn entscheiden wird.
Der Mensch kann sehr wohl eine Entscheidung treffen, denn so hat ihn Gott gemacht, so wie die Engel auch. Aber da Gott auch die Zukunft kennt, weiß er schon, wer seinen Glauben auch bis zum Schluss behält. Es gibt nämlich auch Menschen, die sich bekehren und dann abfallen, so wie Simon, der Zauberer aus Apostelgeschichte 8,5-24. Natürlich wusste Gott, dass Simon sich nicht wirklich bekehrt hat, sondern nur zum Schein, so wie viele Christen es tun, aber ihre Taten vom Gegenteil zeugen. Deswegen gehörte Simon nicht zu den Auserwählten. Das zeigt aber, dass der Mensch auch einen Willen hat und eine Entscheidung treffen kann, die man nicht ausschließen kann. Denn wenn Gott NUR die Auserwählten ziehen würde, hätte der Heilige Geist Philippus gezeigt, dass Simon sich nicht echt bekehrt hat und Philippus hätte ihn nicht getauft oder taufen lassen. Aber Gott hat es trotzdem zugelassen, dass Simon getauft wird, damit niemand sagen kann, dass Gott jemanden den Glauben verwehrt, obwohl er sich bekehrt hat.

Es ist auch richtig, dass niemand zum Glauben kommt, außer wenn Gott ihn zieht. Das schließt aber nicht aus, dass Gott alle Menschen zieht oder wenigstens noch mehr Menschen zieht, die sich aber trotzdem nicht für ihn entscheiden.
Sonst hätte Jesus das Gleichnis vom Sämann (Mt. 13,3-23) nicht erzählt. Denn da nehmen manche Menschen das Wort für eine kurze Zeit auf und glauben daran, aber fallen dann wieder ab.
Beim Gleichnis mit den Talenten (Mt. 25,14-30) ist es genau so. Denn der Knecht, der ein Talent hatte, war auch zuerst gläubig, aber da er nicht darin gewachsen ist, hat er somit sein Desinteresse an dem Glauben gezeigt und Gott hat es ihm wieder weggenommen und er ist vom Glauben abgefallen. Siehe dazu meinen ausführlichen Vortrag "Wachstum im Glauben ist heilsnotwendig".
Beim Gleichnis mit den 10 Jungfrauen (Mt. 25,1-13) hatten zuerst alle den Glauben, bis die Hälfte von ihnen abgefallen ist und als Jesus kam, war der Glaube dieser Abgefallenen tot.
Gott liebt alle Menschen und hat Jesus als Retter für alle Menschen geschickt. Demnach könnten alle Menschen gläubig werden. Jesus hat während seiner Lebzeit auf der Erde niemanden verstoßen, der ihn um Hilfe gebeten hat, mit der Behauptung, dass er nicht auserwählt sei. Jesus hat allen geholfen, die ihn um Hilfe gebeten haben, hat sie aber vorher gefragt, ob sie an ihn glauben, wie in Matthäus 9,27-30:

27. Und da Jesus von da weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
28. Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja.
29. Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.
30. Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus bedrohte sie und sprach: Seht zu, daß es niemand erfahre!

Natürlich haben alle ja gesagt, denn wenn sie nicht geglaubt hätten, dass Jesus ihnen helfen kann, wären sie auch nicht zu ihm gegangen. Jemand, der nicht an Jesus glaubt, der bittet ihn auch nicht um Hilfe. Wenn es um Menschen ging, die schon tot waren oder so krank, dass sie nicht mehr ansprechbar waren, mussten die Verwandten für sie entscheiden und da kam es auch auf den Glauben der Verwandten an.
Natürlich gibt es auch Stellen, in denen Jesus hilft, ohne vorher zu Glauben, aber da ist der Glaube schon vorausgesetzt, so wie bei der blutflüssigen Frau in Matthäus 9,20-22:

20. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und rührte seines Kleides Saum an.
21. Denn sie sprach bei sich selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund.
22. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselben Stunde.

Kritiker sagen jetzt aber, dass bei der Heilung eines Blindgeborenen dieser nicht geglaubt hat.

Johannes 9,1-11:
1. Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war.
2. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?
3. Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm.
4. Ich muß wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
5. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.
6. Da er solches gesagt, spützte er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierte den Kot auf des Blinden Augen
7. und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetscht: gesandt) und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.
8. Die Nachbarn und die ihn zuvor gesehen hatten, daß er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der dasaß und bettelte?
9. Etliche sprachen: Er ist's, etliche aber: er ist ihm ähnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin's.
10. Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan worden?
11. Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Kot und schmierte meine Augen und sprach: "Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich!" Ich ging hin und wusch mich und ward sehend.

Es ist auch richtig, dass dieser Mann nicht geglaubt hat, denn er sagt selbst, dass Jesus nur ein Mensch ist und er keine Ahnung hat, wer er sei und warum er geheilt wurde.
Aber hier geht es auch nicht um den Glauben, sondern darum, dass Jesus dadurch bezeugen musste, dass er der Sohn Gottes ist, wie er selbst in Vers 3 sagt.
Außerdem ging es auch um die Frage, ob man am Sabbat heilen darf oder nicht. Die Juden waren der Meinung, dass das mit Arbeit verbunden ist und somit verboten. Jesus aber stellt das Wohl des Menschen über das Arbeitsverbot, weil das Gesetz FÜR den Menschen gemacht ist und nicht GEGEN ihn. Denn was hat der Mensch von dem Gesetz, wenn er tot ist oder dadurch gequält wird? Deswegen kommt zuerst der Mensch und dann das Gesetz, das ihn auf die richtige Bahn hält. Dass es hier um die Prioritäten geht, kann man auch an der Heilungsweise Jesu erkennen. In allen anderen Fällen hat Jesus geheilt, indem er nur zum Kranken gesprochen hat. Hier aber macht er mit seinen Händen einen Brei aus Erde und schmiert es dem Blinden in die Augen UND fordert ihn auch noch auf, selbst zu arbeiten, indem er sich wäscht. Es ist also eine deutliche provokante Handlung Jesu zu erkennen, dass er die Heilung mit Arbeit verbinden wollte. Warum hat er sich diese Mühe gemacht und nicht einfach auch zu diesem Blinden nur gesprochen, dass er gesund werden soll? Weil er deutlich machen wollte, dass es erlaubt ist, am Sabbat einem Menschen Gutes zu tun. Warum aber hat Jesus nicht noch ein Tag gewartet und dann den Kranken geheilt? Denn ein Tag hätte dem Blinden nichts ausgemacht, wenn er schon Jahrzehnte blind war. Weil Jesus zeigen wollte, dass man auch am Sabbat heilen darf, denn es gibt Kranke, die nicht noch ein Tag warten können, bis der Sabbat vorbei ist. In vielen Fällen sind sie am nächsten Tag schon tot. Aber auch in diesem Fall wäre ein Tag vergangen, in dem der Blinde blind wäre und somit ein Tag unnötiger Qual. Deswegen musste es Sabbat sein.

Wer also die Bibel mit offenem Herzen liest, ohne unter dem Einfluss einer Irrlehre zu stehen, wird alles verstehen können, was er will, denn Gott will ja, dass wir im Glauben wachsen und an Erkenntnissen zulegen. Wer aber das Wort abstößt wegen einer Irrlehre, kann auch nicht von Gott unterwiesen werden und somit auch nicht im Glauben wachsen und somit im Glauben auch sterben, weil ihm die regelmäßige geistliche Nahrung von Gott fehlt. Wer im Glauben nicht wächst, der nimmt ab, weil er verhungert.

Kommen wir nun zu den Fakten, die uns zeigen, dass der Calvinismus falsch ist.
Es gibt eine dreistufige Reihenfolge, wie ein Mensch zum Glauben kommt:

1. Gott ruft

Gott ruft alle Menschen und zieht sie zu sich und hat uns alles zur Verfügung gestellt, um uns die Entscheidung so einfach wie möglich zu machen, indem er seinen Sohn für unsere Sünden geopfert hat.

Johannes 12,32:
32. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen.

Matthäus 22,14:
14. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

Matthäus 11,28:
28. Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

1. Timotheus 2,3-4:
3. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland,
4. welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Hiob 33,14-30:
14. Denn in einer Weise redet Gott und wieder in einer anderen, nur achtet man's nicht.
15. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt, wenn sie schlafen auf dem Bette,
16. da öffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und züchtigt sie,
17. daß er den Menschen von seinem Vornehmen wende und behüte ihn vor Hoffart
18. und verschone seine Seele vor dem Verderben und sein Leben, daß es nicht ins Schwert falle.
19. Auch straft er ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seinen Gebeine heftig
20. und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor seiner Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust zu essen hat.
21. Sein Fleisch verschwindet, daß man's nimmer sehen kann; und seine Gebeine werden zerschlagen, daß man sie nicht gerne ansieht,
22. daß seine Seele naht zum Verderben und sein Leben zu den Toten.
23. So dann für ihn ein Engel als Mittler eintritt, einer aus tausend, zu verkündigen dem Menschen, wie er solle recht tun,
24. so wird er ihm gnädig sein und sagen: "Erlöse ihn, daß er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versöhnung gefunden."
25. Sein Fleisch wird wieder grünen wie in der Jugend, und er wird wieder jung werden.
26. Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird ihn sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten.
27. Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: "Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt; aber es ist mir nicht vergolten worden.
28. Er hat meine Seele erlöst, daß sie nicht führe ins Verderben, sondern mein Leben das Licht sähe."
29. Siehe, das alles tut Gott zwei-oder dreimal mit einem jeglichen,
30. daß er seine Seele zurückhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen.

Hiob dachte genau wie die Clavinisten, dass er von Gott verstoßen wurde und von ihm geschlagen wird, weil es Gott so gefällt, also aus Mutwillen und ohne Grund. Hiob und seine 3 Freunde wussten nicht, dass es nur eine Probe war und seine Freunde dachten, dass Hiob wegen seinen Sünden in dieser Lage war, deswegen nahm er auch keine Zurechtweisung von ihnen an. Erst als Elihu auf einmal auftaucht, schweigt Hiob und hört zu, denn er redete anders als seine Freunde und sagt von sich selber, dass er die vollkommene Weisheit hat, was nur Gott haben kann. Er gibt auch ein Hinweis auf Jesus als den Mittler zwischen Mensch und Gott in Vers 23. Deswegen muss er ein Prophet gewesen sein, durch den Gott spricht. Am Ende bereut Hiob, dass was er von Gott gedacht und gesagt hat. Als die Versuchung kam, konnte Hiob jederzeit die Entscheidung treffen und Gott absagen, wie seine Frau ihm auch geraten hat. Aber er hielt durch bis zum Schluss. Gott wusste, dass er durchhalten wird, wollte aber dem Teufel und den Engeln und auch den Menschen zeigen, dass er Recht hat mit Hiob, denn er war ein Auserwählter, der nicht abfallen konnte, aufgrund seiner Entscheidung für Gott.

2. Der Mensch entscheidet sich

Der Mensch muss einfach nur dem Ruf folgen und dieses Angebot annehmen und Buße tun. Er muss sich also für Gott entscheiden.

Johannes 1,12:
12. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben;

Das Wort "aufnahmen" kann man nicht ignorieren. Der Mensch muss Gott ANNEHMEN und das aus freiem Willen.

Matthäus 23,37:
37. Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!

Auch hier redet Gott vom Willen des Menschen, dass der Mensch sich für ihn entscheiden muss, um gerettet zu werden.

Matthäus 16,24:
24. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

Also muss man sich bewusst entscheiden und das auch Taten folgen lassen.

Matthäus 12,30:
30. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Das heißt, dass jeder entscheiden kann, ob er mit Gott ist oder gegen Gott. Wer sich nicht für ihn entscheidet, hat sich automatisch gegen ihn entschieden.

3. Gott gibt den Glauben

Gott gibt dem Menschen einen Anfangsglauben und lehrt ihn im Glauben nach dem Ermessen des Menschen. Auch hier entscheidet der Mensch alleine, wie weit er im Glauben wachsen will und wie schnell, wie bei den o. g. Gleichnissen mit dem Talenten aus Matthäus 25,14-30, vom Sämann aus Matthäus 13,3-23 und mit den 10 Jungfrauen aus Matthäus 25,1-13. Deswegen gibt es Gläubige, die mehr wissen und im Glauben fester stehen als andere. Wer mit Gleichnisse nichts anfangen kann, kann auch ein paar Verse haben:

Epheser 2,8:
8. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,

Jakobus 1,17:
17. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von obenherab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichtes und der Finsternis.

Nehmen wir mal das Beispiel mit dem Volk Israel. Von Anfang an, als sich Gott ihnen vorgestellt hat als ihr Gott und sie mit Zeichen und Wundern getragen und beschützt hat, sind sie immer wieder von ihm abgefallen und haben sich von ihm abgewandt. Trotzdem hat Gott sie nicht verstoßen, sondern hat sie immer wieder durch Richter und Propheten zur Umkehr gerufen und das 2350 Jahre lang, bis sie Jesus gekreuzigt haben. Danach ging der Ruf nicht mehr an Israel, sondern an die Heiden. Jesus war der letzte Ruf für Israel. Das sehen wir sehr gut in Hebräer 3,7-11:

7. Darum, wie der heilige Geist spricht: "Heute, so ihr hören werdet seine Stimme,
8. so verstocket eure Herzen nicht, wie geschah in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste,
9. da mich eure Väter versuchten; sie prüften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang.
10. Darum ward ich entrüstet über dies Geschlecht und sprach: Immerdar irren sie mit dem Herzen! Aber sie erkannten meine Wege nicht,
11. daß ich auch schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen."

Hier sehen wir sehr gut alle drei Stufen: Zuerst ruft Gott, dann kommt die Entscheidung der Menschen. In diesem Fall hat sich Israel mehrmals von Gott abgewendet. Danach erst kommt die Entscheidung Gottes, sie zu verwerfen, aber erst nachdem Israel sein Herz schon selbst verstockt hat.
Optimal würden die drei Stufen so funktionieren: Gott ruft, der Mensch folgt, der Mensch wird belohnt. Das meint auch Vers 7, nicht so wie das Volk Israel.

Ein sehr detailliertes Bild von so einer Entscheidung der Israeliten und auch von Mose speziell, sehen wir in 2. Mose 32,7-14 + 30-35:

7. Der Herr aber sprach zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, hat's verderbt.
8. Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben.
9. Und der Herr sprach zu Mose: Ich sehe, daß es ein halsstarriges Volk ist.
10. Und nun laß mich, daß mein Zorn über sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum großen Volk machen.
11. Mose aber flehte vor dem Herrn, seinem Gott, und sprach: Ach Herr, warum will dein Zorn ergrimmen über dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand hast aus Ägyptenland geführt?
12. Warum sollen die Ägypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglück ausgeführt, daß er sie erwürgte im Gebirge und vertilgte vom Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und laß dich gereuen des Übels über dein Volk.
13. Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheißen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich euch verheißen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich.
14. Also gereute den Herrn das Übel, das er drohte seinem Volk zu tun.

30. Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem Herrn, ob ich vielleicht eure Sünde versöhnen möge.
31. Als nun Mose wieder zum Herrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich goldene Götter gemacht.
32. Nun vergib ihnen ihre Sünde; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
33. Der Herr sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir sündigt.
34. So gehe nun hin und führe das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir her gehen. Ich werde ihre Sünde wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen.
35. Also strafte der Herr das Volk, daß sie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte.

Hier haben wir einige Situationen, in der sich Gott nur anhand der Entscheidungen von Menschen umstimmen lässt:

1. Entscheidung: Israel hat sich von Gott abgewandt, indem es einen Götzen machte und es anbetete, Gott will deswegen Israel vernichten.
2. Entscheidung: Mose bittet für das Volk und Gott lässt sich daraufhin umstimmen.
3. Entscheidung: Israel bekehrt sich zu Gott.
4. Entscheidung: Mose bittet Gott nochmal für Israel, indem er sich als Opfer anbietet bzw. für Israel bürgt und Gott hört auf ihn.

Natürlich hat Gott das alles vorhergesehen und wusste ganz genau was kommen wird, bevor er die Welt gemacht hat, aber diese Geschichte zeigt uns unmissverständlich, dass Gott den Menschen die letzte Entscheidung über seine Rettung überlässt und danach handelt.

Auch hier sehen wir die 3 Schritte von oben. Damit ist nicht speziell diese Geschichte gemeint, sondern generell die Geschichte Israels:

1. Gott hat Israel den Bund angeboten. Heute: Gott ruft alle Menschen zum Glauben.
2. Israel hat den Bund angenommen. Heute: Der Mensch entscheidet sich für Gott / nimmt Gott an.
3. Gott gibt Israel das Gesetz. Heute: Gott gibt dem Mensch den Glauben.

Die Israeliten hätten sich auch anders entscheiden können und in Ägypten bleiben können und Gott somit ablehnen können. Da aber Gott die Zukunft kannte, wusste er, dass Israel ihm folgen wird. So kann auch heute jeder Mensch Gott ablehnen. So wie Israel zum auserwählten Volk gehörte und sich für Gott entschieden hat, so kann auch heute jeder Mensch sich für Gott entscheiden.

Noch ein Beispiel, in der sich Gott NUR nach dem Willen der Menschen richtet, sehen wir in Jeremia 18,1-12:

1. Dies ist das Wort, das geschah vom Herrn zu Jeremia, und sprach:
2. Mache dich auf und gehe hinab in des Töpfers Haus; daselbst will ich dich meine Worte hören lassen.
3. Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
4. Und der Topf, den er aus dem Ton machte, mißriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
5. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
6. Kann ich nicht also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer? spricht der Herr. Siehe, wie der Ton ist in des Töpfers Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.
7. Plötzlich rede ich wider ein Volk und Königreich, daß ich es ausrotten, zerbrechen und verderben wolle.
8. Wo sich's aber bekehrt von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soll mich auch reuen das Unglück, das ich ihm gedachte zu tun.
9. Und plötzlich rede ich von einem Volk und Königreich, daß ich's bauen und pflanzen wolle.
10. So es aber Böses tut vor meinen Augen, daß es meiner Stimme nicht gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun.
11. So sprich nun zu denen in Juda und zu den Bürgern zu Jerusalem: So spricht der Herr: Siehe, ich bereite euch ein Unglück zu und habe Gedanken wider euch: darum kehre sich ein jeglicher von seinem bösen Wesen und bessert euer Wesen und Tun.
12. Aber sie sprachen: Daraus wird nichts; wir wollen nach unsern Gedanken wandeln und ein jeglicher tun nach Gedünken seines bösen Herzens.

So wie sich ein Volk oder ein Mensch entscheidet, so entscheidet sich auch Gott für oder gegen ihn. Auch hier ruft Gott die Menschen zuerst und dann müssen sich die Menschen für ihn entscheiden und dann segnet Gott diese Menschen.
Im Falle Israel ist Gott ihm sogar ständig durch Richter und Propheten hinterhergelaufen und hat sie bestraft, wenn sie abgefallen sind und hat sie aber auch wieder aufgenommen, als sie sich wieder bekehrt haben und das 2350 Jahre lang, bis er sie ganz aufgegeben hat nach Jesus.

Ein großes Argument der Calvinisten, dass Gott die Menschen nach seinem Willen aussucht, ist Philipper 2,13:

13. Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.

Wenn man nur diesen Vers liest, würde es tatsächlich stimmen. Aber so wie alle Irrlehren eines gemeinsam haben, hat auch der Calvinismus hier nichts anderes getan: Er hat den Vers aus dem Zusammenhang herausgerissen und für seine Ideologie verwendet. Denn wenn man den Vers davor und danach liest, erscheint ein ganz anderes Bild: Philipper 2,12-14:

12. Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit, schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.
13. Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
14. Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel,

Es ist also die Rede von den Geschwistern in der Gemeinde von Philippi. Paulus spricht hier die bekehrten Christen an und nicht alle Menschen und schon gar nicht die Ungläubigen. Es geht also um das Wollen und Vollbringen IM Glauben und nicht VOR dem Glauben. Die Geschwister sind schon im Glauben und es geht nur noch um den Wandel IM Glauben, dass sich die Geschwister von Gott führen lassen sollen nach seinem Wohlgefallen, so wie wir Gläubigen es auch heute tun, indem wir Gott die Kontrolle über unser Leben übergeben haben und ihm vollkommen vertrauen schenken, indem wir uns von ihm blind leiten lassen und alles von ihm annehmen, sei es böse oder gut.

Ein noch stärkeres Argument der Calvinisten ist Römer 9,14-29:

14. Was wollen wir denn hier sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne!
15. Denn er spricht zu Mose: "Welchem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich."
16. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
17. Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Ebendarum habe ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erzeige, auf daß mein Name verkündigt werde in allen Landen."
18. So erbarmt er sich nun, welches er will, und verstockt, welchen er will.
19. So sagst du zu mir: Was beschuldigt er uns denn? Wer kann seinem Willen widerstehen?
20. Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also?
21. Hat nicht ein Töpfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Gefäß zu Ehren und das andere zu Unehren?
22. Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit großer Geduld getragen die Gefäße des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis;
23. auf daß er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit,
24. welche er berufen hat, nämlich uns, nicht allein aus den Juden sondern auch aus den Heiden.
25. Wie er denn auch durch Hosea spricht: "Ich will das mein Volk heißen, daß nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht meine Liebe war."
26. "Und soll geschehen: An dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: 'Ihr seid nicht mein Volk', sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden."
27. Jesaja aber schreit für Israel: "Wenn die Zahl der Kinder Israel würde sein wie der Sand am Meer, so wird doch nur der Überrest selig werden;
28. denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wird das Steuern tun auf Erden."
29. Und wie Jesaja zuvorsagte: "Wenn uns nicht der Herr Zebaoth hätte lassen Samen übrig bleiben, so wären wir wie Sodom und Gomorra."

In diesem Beispiel hat Gott auf den ersten Blick den Pharao absichtlich manipuliert, weil er ihn nicht haben wollte und hat den Pharao gezwungen eine bestimmte Haltung anzunehmen. Das scheint sehr ungerecht zu sein. Kann Gott wirklich einen Menschen von sich abhalten, obwohl er zu ihm kommen will? Kann Gott einen Menschen abstoßen, nur weil er es aus einem unbekannten Grund so bestimmt hat? Paulus sagt, dass uns Gott keine Rechenschaft schuldig ist, was er tut und somit auch wen er auserwählt und wen nicht. Wo ist die Erklärung? Gott hat doch sein Wort und den Glauben so gemacht, dass der Mensch ihn begreifen kann, sonst könnte ja niemand an ihn glauben, wenn er ihn nicht versteht. Soll das der Wille Gottes sein? Und was ist mit allen, die nicht auserwählt sind? Bekommen sie nicht einmal eine einzige Chance? Als Begründung der Calvinisten bekommen wir nur Schulterzucken und die gleiche Aussage wie in Vers 20: Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst?

Aber so ist das nicht. Denn wie auch am Beispiel oben und wie auch in allen Irrlehren, wurde auch dieser Text aus dem Zusammenhang herausgerissen und auch noch als Beispiel auf alle Menschen übertragen. Sehen wir uns mal an, worum es hierbei genau geht:
Wenn wir Kapitel 9 von Anfang an lesen, merken wir, dass es sich um das Volk Israel handelt und nicht um die Heiden bzw. um alle Menschen. Römer 9,1-13:

1. Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist,
2. daß ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem Herzen habe.
3. Ich habe gewünscht, verbannt zu sein von Christo für meine Brüder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch;
4. die da sind von Israel, welchen gehört die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen;
5. welcher auch sind die Väter, und aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.
6. Aber nicht sage ich solches, als ob Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israeliter, die von Israel sind;
7. auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder. Sondern "in Isaak soll dir der Same genannt sein".
8. Das ist: nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet.
9. Denn dies ist ein Wort der Verheißung, da er spricht: "Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soll einen Sohn haben."
10. Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebekka von dem einen, unserm Vater Isaak, schwanger ward:
11. ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, auf daß der Vorsatz Gottes bestünde nach der Wahl,
12. nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnade des Berufers, ward zu ihr gesagt: "Der Ältere soll dienstbar werden dem Jüngeren",
13. wie denn geschrieben steht: "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehaßt."

Paulus will den Juden in den Versen 6 und 24-28 sagen, dass Gott entschieden hat, auch Nichtjuden, also Heiden zum Glauben kommen zu lassen und erklärt es mit ein paar Beispielen aus ihrer Geschichte.
So wie Gott aus Abraham Isaak auserwählt hat und nicht Ismael und so wie Gott aus Isaak Jakob und nicht Esau auserwählt hat, so hat Gott auch die Heiden auserwählt und nicht nur die Juden, denn die Juden haben ihn verstoßen, und ein Kind Gottes ist man nicht durch Vererbung einer Blutlinie, sondern wie Gott es erwählt.
Eigentlich spielt das den Calvinisten genau richtig in die Hände, denn das ist ein gutes Beispiel, dass Gott auserwählt und nicht der Mensch entscheidet. Aber sehen wir uns mal an, warum Gott so gehandelt hat. Es geht hier um die Erwählung seines Volkes. Es konnte nur EIN Volk erwählt werden. In der Tat hat Gott in diesem Fall aus sich selbst entschieden und wie in Vers 11 steht, dass er nicht aufgrund von ihren Taten ausgewählt hat. Aber heute geht es nicht mehr um EIN Volk oder um nur EINEM Menschen oder wenigen Menschen, sondern um ALLE Menschen. Es muss nicht mehr besonders ausgewählt werden, sondern es können alle ausgewählt werden, wenn auch alle wollten.

Im Fall mit dem Pharao hat es Gott auch besonders so geführt, weil er für seine Verherrlichung ein Werkzeug gebraucht hat, an dem er seine Macht demonstriert, damit alle sehen, dass er Gott ist und dass die Israeliten erkennen, dass er ihr Gott ist und ihm folgen. Zurecht fragt man sich dann, wie auch Paulus, wo die Gerechtigkeit bleibt. Aber er lässt uns nicht wie die Calvinisten im Dunkeln stehen, sondern sagt in Vers 22, dass Gott durch diesen Fall mit dem Pharao seinen Zorn und seine Macht demonstrieren wollte.
Ismael und Esau hat Gott nicht vernichtet wie den Pharao. Im Gegenteil. Aus ihnen wurden große Völker. Der Unterschied zwischen Ismael, Esau und dem Pharao war, dass der Pharao und die Ägypter andere Götter hatten, auf die sie sich verlassen haben und der Pharao selbst war ein Gott.
Bevor aber Gott den Pharao verhärtet hat, wollte der Pharao die Israeliten nicht wegziehen lassen, wie in 2. Mose 3,19-20 steht:

19. Aber ich weiß, daß euch der König in Ägypten nicht wird ziehen lassen, außer durch eine starke Hand.
20. Denn ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen.

Der Pharao hat also eine Entscheidung getroffen bevor ihn Gott verstockt hat, die lautete: Ich will mich gegenüber diesem neuen Gott der Israeliten verstocken und widerstehen. Warum sollte er sie auch weggehen lassen? Sie waren kostenlose Sklaven, die ganze Städte bauten. Wer sollte das alles noch bauen wenn sie weg wären?
In 2. Mose 5 war der Pharao noch nicht verstockt und hat nicht nur entschieden, Israel nicht weggehen zu lassen, nicht einmal für ein paar Tage, um zu feiern, sondern hat ihnen die Arbeit sogar noch erschwert. Erst in 2. Mose 7,3 hat Gott entschieden, das Herz des Pharao zu verstocken, um seine Macht an ihn zu demonstrieren, so wie Römer 9,22 auch sagt.
Also war der Pharao nicht ganz unschuldig und die Ägypter auch nicht, die er mit Plagen schlug. Deswegen wurde der Pharao zusätzlich zu seiner Verstockung nochmal von Gott verstockt. Er hat sich also vorher entschieden. Somit hat Gott entschieden, an die Ägypter ein Exempel zu statuieren.

Aber nicht nur an die Ägypter hat er ein Exempel statuiert, um sich als Gott zu erweisen, sondern auch an das ganze Volk Kanaan, indem er sie ausrotten ließ. Denn auch sie haben sich auf ihre Götter verlassen und dachten, dass sie ihnen helfen würden. Nicht nur deswegen, sondern auch weil Kanaan von Noah verflucht wurde (1. Mose 9,18-27). Also geht hier auch eine Entscheidung der Menschen, Gottes Auserwählung voraus.
Das alles hat also nichts mit Ungerechtigkeit oder Unlogik oder Ungewissheit zu tun.

Im Neuen Testament gibt es auch ein Beispiel, wo Gott einen Mann von Geburt an blind machte, um seine Macht durch Jesus an ihn zu verherrlichen und um zu zeigen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Johannes 9,1-3:

1. Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war.
2. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?
3. Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm.

Es gibt aber auch ein Beispiel, in dem Gott ein Mensch positiv beeinflusst, um sein Werk zu vollbringen und in der eine ganze Stadt sich für Gott entscheidet. Es ist der Prophet Jona, der zuerst Gott nicht gehorchen wollte und statt nach rechts nach Ninive zu gehen, um die Menschen zu warnen, dass Gott sie vernichten will, geht er nach links mit einem Schiff in die andere Richtung und dachte, dass er so von Gott weglaufen kann und sich vor seiner Verantwortung und seinem Auftrag drücken kann. Somit hat Jona eine Entscheidung gegen Gott getroffen. Er wollte nicht glauben. Trotzdem beeinflusst Gott sein Handeln, indem er ein Sturm schickt, in dem das Schiff zu sinken drohte, bis Jona erkannte, dass Gott ihn damit meint, damit er wieder umkehren soll, was Jona auch tat. Deswegen ließ er sich über Bord werfen und der Sturm hörte auf und ein Fisch verschlang ihn und brachte ihn zurück ans Ufer. So ging Jona nach Ninive und warnte die Menschen, dass Gott in 3 Tagen die Stadt mit Feuer vernichten wird, weil sie so böse sind. Aber gegen die Erwartung Jonas, bekehren sich die Niniveniter. Hier sehen wir eine klare Entscheidung der Menschen, die sie von sich aus selber getan haben. Jona aber denkt, dass Gott sie trotzdem vernichten wird, aber als nichts passiert, ist er sauer auf Gott, weil er durch das Feuer unterhalten werden wollte. Hier sehen wir wieder Jonas Unglaube. Das heißt, dass Gott ihn wieder los gelassen hat und ihn nicht mehr beeinflusst hat und er somit in seinem alten Zustand des Unglaubens gefallen ist. Gott hat ihn nicht sein Leben lang im Glauben gehalten gegen seinen Willen. Die Niniveniter hatten sich also zuerst von Gott abgewendet, aber Gott hat sie ein mal durch Jona zurückgerufen, wie wir auch in Hiob gesehen haben, und dann sind sie dem Ruf gefolgt und haben sich für Gott entschieden. Erst daraufhin, also erst auf die Entscheidung der Niniveniter hat Gott entschieden, sie nicht mehr zu vernichten. Also ist hier wieder die Entscheidung der Menschen entscheidend für ihre Rettung und nicht die Entscheidung Gottes. Gott richtet sich nach den Menschen und verfährt mit ihnen wie sie es verdient haben. Auch hier kommt also zuerst der Ruf Gottes, dann die Entscheidung der Menschen und dann die Gnade Gottes, wenn sich die Menschen für ihn entschieden haben. Die Gnade ist selbstverständlich wie der Glaube ein Geschenk, den wir zwar aufgrund unserer fleischlichen Sünden nicht verdient haben, aber da uns Gott trotzdem so sehr liebt, hat er einen Weg gefunden, uns trotzdem zu retten und dieser Weg ist Jesus.

Somit ist es falsch zu behaupten, dass Gott nur diejenigen erwählt hat, ohne den Willen des Menschen zu beachten, die auch wirklich am Ende dazu gehören, denn Gott will, dass alle Menschen an ihm glauben. Sonst hätte er die Aposteln nur zu den Menschen geschickt, die auch wirklich zum Glauben gekommen sind. Aber schon bei der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas in der ersten Gemeinde, in der sie gepredigt haben, wurden sie von der ganzen jüdischen Gemeinde verstoßen und gejagt (Apg. 13,14-52). Und so ging es ihnen in mehreren jüdischen Gemeinden, die sie in Asien besuchten. Wenn Gott schon wusste, dass diese Juden nicht zum Glauben kommen würden, warum hat er noch so viel Mühe und Zeit für sie verschwendet? Die Antwort ist: Damit sie auch die Chance bekommen sollten, zum Glauben zu kommen. Ob sie sich dann auch dafür entscheiden oder nicht, ist eine andere Frage. Fakt ist aber, dass Gott seit dem immer zu allen Menschen Missionare und Evangelisten schickt, auf der ganzen Welt und nicht nur zu den Auserwählten und erst wenn alle Völker evangelisiert sind, wird Jesus wieder kommen (Mt. 24,14). Gott würde seinen Kindern viel Leid und Arbeit ersparen, wenn er sie nur zu den Erwählten schicken würde.

 

3. Spezielle Erlösung oder Beschränkte Wiedergutmachung

Der Calvinismus sagt:

Das Erlösungswerk Christi war nur dazu bestimmt, die von Gott Auserwählten zu retten und ihre Rettung tatsächlich zu bewirken. Durch seinen stellvertretenden Tod ertrug Christus die Strafe der Sünde anstelle ganz bestimmter Sünder. Über die Hinwegnahme der Sünden der Seinen bewirkte das Erlösungswerk Christi alles was notwendig war zu ihrer Rettung, einschließlich dem Glauben, welcher sie mit Christus vereinigt. Der geschenkte Glauben wird mit absoluter Sicherheit vom Geist bei all denen gewirkt, für die Christus gestorben ist, und sichert somit ihr Heil.

Meine Anmerkung:

Es gibt in der Bibel sehr viele Verse, die uns ganz klar und unmissverständlich sagen, dass Gott die GANZE Welt liebt, und dass Jesus für die GANZE Welt gekommen ist, damit die GANZE Welt gerettet wird, und dass Gott die GANZE Welt mit sich selbst versöhnte und nicht nur die Auserwählten.

Johannes 1,29:
29. Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!

Johannes 3,16-17:
16. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde.

Johannes 12,32:
32. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen.

Markus 10,45:
45. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung für viele.

Hier ist die Rede von vielen, im Gegensatz zu den wenigen Auserwählten aus Matthäus 22,14. Da kann nur die Menschheit im Allgemeinen gemeint sein, wie aber auch die nächste Stelle bestätigt.

1. Timotheus 2,4-6:
4. welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
5. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus,
6. der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, daß solches zu seiner Zeit gepredigt würde;

1. Johannes 2,2:
2. Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren sondern auch für die der ganzen Welt.

Beim Calvinismus werden absichtlich mehrere Verse aus unterschiedlichen Büchern aus dem Wort Gottes ignoriert. Da die Verse dem Punkt 3 so klar und deutlich widersprechen, ist auch keine weitere Argumentation erforderlich, denn wer das Wort absichtlich ignoriert und verstößt, hat mit dem Glauben an Jesus nichts mehr zu tun. Das erfüllt den Bestand der Irrlehre.

Trotzdem will ich die Hintergründe für diejenigen erklären, die im Glauben wachsen wollen:
Die Leute, die diesen Punkt verfasst haben, haben das Opfer Jesu am Kreutz nicht verstanden. Denn am Anfang, als Gott die Welt gemacht hat und "alles sehr gut war", gab es keine Sünde, weder in der Welt, noch im Himmel und es gab noch keinen Teufel, und Luzifer ist noch nicht abgefallen. Das war der Stand am 7. Erschaffungstag. Erst danach ist aus Luzifer Satan geworden (die Hintergründe dazu ist ein anderes Thema, kann aber an einer anderen Stelle einfach erklärt werden) und erst dann hat er zuerst Eva, dann Adam verführt, aber nicht etwa um die verbotene Frucht zu essen, denn diese war nur ein Symbol für den Gehorsam und den Glauben, sondern eben damit die Menschen nicht mehr Gott gehorchen und nicht mehr an Gott glauben, sondern an den Teufel. Denn du gehorchst, dem der dein Herr ist oder den du als dein Herr angenommen hast.
Nebenbei bemerkt: Auch hier sehen wir, dass die Entscheidung ALLEIN am Menschen lag und nicht bei Gott. Gott wollte nicht, dass die Menschen von dem Baum essen, sondern der Mensch hat sich dafür entschieden.
Somit haben die Menschen nicht mehr Gott gehorcht, sondern Satan. Aber als Gott Adam gemacht hat, hat er ihm die ganze Welt gegeben (1. Mo. 1,26) und ihn als Herrscher eingesetzt. Als aber die Menschen Satan gehorcht haben und von der verbotenen Frucht gegessen haben, haben sie somit einen anderen Herrn erwählt und dieser ist automatisch auch Herr über die Herrschaft der Menschen geworden, also die Welt. Diesen Bruch zwischen Mensch und Gott, aber auch diesen Raub der Welt musste Jesus am Kreuz wiederherstellen. Denn als der Teufel Jesus versuchte und ihm die ganze Welt versprach, wenn er ihn anbeten würde (Mt. 4,8-10), hat Jesus nicht gesagt, dass ihm die Welt gar nicht gehört. Jesus hat mit dem Tod am Kreuz nicht nur die Sünden der Menschen, die an Gott glauben, weggenommen und sie mit Gott versöhnt, sondern dem Teufel auch die Herrschaft über die Welt wieder weggenommen, denn er ist zuerst als geistlicher König gekommen, denn er sagt selbst, dass er der König der Juden sei, und wenn er nach der großen Trübsal wieder kommen wird, um die Juden vor dem Antichrist zu retten beim Harmagedon, wird er auch irdischer König über die ganze Welt sein, während dem 1000-jährigen Reich. Deswegen musste Jesus für die ganze Welt sterben und nicht nur für die Auserwählten.
Jesus selbst sagt in Johannes 12,31-32, dass er die Welt wieder als Herrscher übernimmt, wenn der Teufel hinausgeworfen wird, nachdem er nach seinem Tod und Auferstehung im Himmel gehen wird.
Das Wort Gottes meint mit dem Begriff "Welt" nicht nur die Menschen, sondern auch wirklich die ganze Welt und alles was darin ist. Das beinhaltet auch die Sterne, die Tiere, die Pflanzen und die Erde selbst als Natur. Denn als Satan die Herrschaft über die Welt übernommen hat, wurden nicht nur die Menschen böse, sondern auch die Tiere, die angefangen haben sich gegenseitig zu fressen und auch die Pflanzen, die angefangen haben Abwehr- und Angriffsysteme zu entwickeln, wie z. B. die Brennnessel oder alle Pflanzen mit Stacheln oder die Fleischfressenden Pflanzen, die sogar Tiere fressen. Aber auch die Erde ist böse geworden, weil sie Erdebeben, Vulkane, Tsunamis, Stürme, Hageln, Dunkelheit, Hitze, Dürre, Überschwemmungen und Kälte hervorbringt. Die Sterne sind auch negativ beeinflusst, weil Meteoriten und Kometen mit anderen Planeten kollidieren und auf die Erde prallen und sie beschädigen. Das alles muss auch mit Gott wieder versöhnt werden, damit Frieden auf der Erde einkehrt. Deswegen ist Jesus für die GANZE Welt gestorben, was auch die Natur beinhaltet.
Mehr zu diesem Thema habe ich in meinem Vortrag "Von der Schöpfung bis zur Sintflut" geschrieben.

 

4. Der wirksame Ruf des Geistes oder Unwiderstehliche Gnade

Der Calvinismus sagt:

Zusätzlich zum äußerlichen und allgemeinen Ruf zur Rettung, der an jeden ergeht der das Evangelium hört, erreicht der Heilige Geist die Auserwählten mit einem besonderen inneren Ruf, der sie unweigerlich zum Heil bringt. Der innere Ruf (der nur an die Erwählten ergeht) kann nicht abgelehnt werden; er führt stets zur Wiedergeburt. Durch das Mittel dieses besonderen Rufs zieht der Geist unwiderstehlich zu Christus. In seinem Werk, das Heil zu bewirken, ist der Geist weder vom Menschen eingeschränkt, noch ist der Geist dabei auf die Kooperation des Menschen angewiesen. Der Geist bewirkt aus Gnade, daß der Mensch kooperiert, glaubt, Buße tut, aus freien Stücken und willig zu Christus kommt. Aus diesem Grund ist Gottes Gnade unwiderstehlich, sie versagt niemals darin, die Rettung derjenigen zu erwirken an welche sie gerichtet ist.

Meine Anmerkung:

Von einem besonderen Ruf an die Auserwählten ist in der ganzen Bibel keine Rede. Es gibt nur einen allgemeinen Ruf, der an alle gerichtet ist, wie schon oben erwähnt. Es ist nur zu unterscheiden zwischen diejenigen, die dem Ruf folgen, die die Auserwählten sind und diejenigen, die den Ruf nicht folgen bzw. zuerst folgen und dann nicht mehr, indem sie abfallen.

 

5. Das Durchhalten der Gläubigen

Der Calvinismus sagt:

Alle, die von Gott erwählt wurden, erlöst von Christus, und denen der Glaube durch den Geist gegeben wurde, sind für immer gerettet. Sie werden im Glauben gehalten durch die Kraft des allmächtigen Gottes und halten demzufolge durch bis zum Ende.

Meine Anmerkung:

Das ist richtig und das Einzige, das am Calvinismus richtig ist. Wer sich für Gott entscheidet, hält auch bis zum Ende durch.

Wer auserwählt ist und wer nicht, erkennt man erst nach dem Tod des Menschen, denn nur dann kann man sagen, ob er bis zum Schluss im Glauben geblieben ist oder vorher abgefallen ist. Aber auch da muss man unterscheiden zwischen gespieltem Glauben oder echtem Glauben. Den gespielten Glauben erkennt man nur, wenn man diesen Menschen genauer kennt und ihn auch im Alltag erlebt und nicht nur am Sonntag zum Gottesdienst. Deswegen kann ein Mensch nie mit absoluter Sicherheit sagen, dass ein anderer Mensch ein Auserwählter ist oder nicht, sondern nur Gott. Wenn wir nichts Belastbares an ihn finden, dürfen wir aber auch nicht davon ausgehen, dass er spielt, sondern da gilt wie im Bürgergesetz die Unschuldvermutung bis die Schuld bewiesen ist.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es genug Argumente gibt, den Calvinismus als Irrlehre abzulehnen, denn er widerspricht nicht nur etlichen Bibelstellen, sondern auch der ganzen Denkweise und dem ganzen Wesen Gottes. Er versucht Gott als ungerecht und unberechenbar darzustellen, der mit den Menschen wie Sklaven umgeht und sich wie ein Tyrann benimmt.
Somit gibt der Calvinismus zu, einen schlechten Gott zu haben, den eigentlich keiner haben will. Es ist eine Antiwerbung für Gott und verscheucht die Menschen von Gott.

Ich habe versucht alle Argumente der Calvinisten mit der Bibel zu widerlegen und wer bereits diese falsche Lehre angenommen hat, für den müsste dieser Vortrag reichen, um wenigstens darüber nachzudenken und dafür zu beten, dass Gott ihm den richtigen Weg zeigt. Wer aber dem widerstrebt und es auch so lehrt, hat somit selbst die Entscheidung getroffen, kein Auserwählter zu sein. Denn auch hierbei muss man eine Entscheidung treffen, von dem sein Heil abhängt. Vielleicht will Gott durch diesen Vortrag sprechen und vielleicht ist er ein weiterer Ruf Gottes, aus der Irrlehre auszusteigen und ihm nachzufolgen.
Niemand kann Gott die Schuld geben, dass er nicht zu den Auserwählten gehören konnte, weil Gott ihn ohne Grund verflucht und ausgestoßen hat. Sondern am Ende liegt die Entscheidung bei jedem selbst und nicht mehr bei Gott.

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Wachstum im Glauben ist heilsnotwendig

from admin on 02/27/2019 01:39 PM

Viele Christen bekehren sich aus verschiedensten Gründen, nur nicht aus Liebe zu Gott. Die Einen bekehren sich weil sie in einer christlichen Umgebung aufgewachsen sind und es eine Art Tradition ist, andere weil sie sich von der Gemeinde finanzielle Hilfen erhoffen, andere, um ihr Gesicht zu wahren vor der Familie und um nicht als Außenseiter da zu stehen, andere weil sie einen christlichen Partner heiraten wollen, andere weil sie nach einer Ehrenstelle in der Gemeinde streben z. B. als Prediger oder Ältester, andere weil sie Angst vor der Hölle haben.
Die wenigsten Bekehrungen sind echt, denn so sagte es auch Jesus in Matthäus 22,14:

 

14. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

Mit den Berufenen sind nicht alle Menschen gemeint, sondern nur die Christen, denn die Ungläubigen sind gar nicht berufen. Dazu gehören auch unbekehrte Christen wie die katholische und evangelische Kirche. Denn diese Menschen werden als Babys getauft und nicht als Erwachsene, die sich bewusst zu Jesus und Gott bekehren und sich für sie entscheiden. Somit sind schon über 1 Milliarde Christen, die noch leben, nur berufen. Von den freien christlichen Gemeinden wiederum, die nur ein paar 100.000 ausmachen, fallen alle Irrlehren weg, wie z.B. die Charismatiker, Pfingstler, Mormonen, Zeugen Jehovas, Neuapostolen und alle weltlich orientierten Gemeinden, die in der Ökumene sind, wie z. B. Baptisten. Somit bleiben nur noch die kleinen bibeltreuen Gemeinden, wie z. B. die Brüdergemeinden übrig. Zwischen ihnen wiederum befinden sich viele, die auch unecht bekehrt sind, aus den o. g. Gründen. Somit bleibt aus einer sehr kleinen Anzahl von Gemeinden eine sehr kleine Anzahl von echten Christen übrig, die auch auserwählt sind und am Ende im Himmel sein werden.

Der Unterschied also zwischen echten und unechten Christen ist der Glaube. Wer sich aus einem anderen Grund bekehrt, außer aus Liebe zu Jesus, und mit der Absicht ihm sein ganzes Leben zu übergeben und auch die volle uneingeschränkte Kontrolle darüber, und bereit ist gegen die weltlichen Sünden zu kämpfen und die ganze Bibel bedingungslos anzunehmen, ohne einen einzigen Vers zu ignorieren oder durch Ausreden zu entmachten, der ist ein unechter Christ und seine Bekehrung umsonst. Er geht trotzdem in die Hölle.

Die Bibel gibt uns Anleitungen und Warnungen, um uns zu zeigen, wo wir im Glauben stehen, damit wir uns selbst prüfen sollen, aber auch andere Christen prüfen sollen, um zu sehen, ob sie eines Amtes in der Gemeinde würdig sind oder ob sie Wölfe im Schafspelz sind, die Zwietracht in der Gemeinde bringen und Unruhe stiften und bewusst oder unbewusst die Gemeinde destabilisieren wollen. Solche Bibelstellen, die uns klar und unmissverständlich zeigen, was die Früchte eines echten Christen sind und was die Früchte eines unechten Christen sind, finden wir in der ganzen Bibel durchgehend, besonders aber in den Briefen.

Aber in diesem Vortrag geht es nicht um die sichtbaren Früchte und Taten der Christen oder um das Urteilen wer ein echter oder unechter Christ ist, denn es gibt auch unechte Christen, die sich gut verstellen und verbergen können und an denen man es nicht so leicht sieht, dass sie eigentlich unechte Christen sind. Sondern hierbei geht es um den geistlichen Zustand des Glaubens eines jeden einzelnen Christen, damit sich jeder selbst prüfen kann, ob er ein echter oder unechter Christ ist und wo er im Glauben steht. Um diese Frage lösen zu können, braucht man ein gewisses geistliches Feingefühl und einen bestimmten Fortschritt im Glauben, um die Bibelstellen ausfindig machen zu können, die uns ein Maßstab im Glauben geben, wobei es in diesem Maßstab nicht nur 2 Skalierungen gibt, nämlich echter Glaube oder unechter Glaube, sondern auch unterschiedliche hohe Stufen im Glauben.

Die erste Bibelstelle, die nur von echter oder unechter Bekehrung spricht, ist in Markus 4,25:

25. Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man nehmen, auch was er hat.

Was soll das heißen? Das ist doch paradox. Und seit wann gibt Gott nur jemandem etwas, der es schon hat und demjenigen, der wenig hat oder nichts, dem nimmt Gott auch das weg, was er hat? Die ganze Bibel lehrt uns, dass Gott gütig und gnädig ist und den Armen und Schwachen hilft und sagt sogar, dass er in den Schwachen mächtig ist und die Starken zu Schanden werden lässt. Das scheint doch ein Widerspruch in der Bibel zu sein.

Wenn also jemand diese Stelle liest und auch hier mit dem Lesen aufhört, weil er denkt, dass das ein Widerspruch ist, wird die Erkenntnis nicht bekommen. Denn wer Zweifel an der absoluten Unfehlbarkeit der Bibel hat, wird kein Christ werden. Deswegen müssen wir wie auch öfters beim Bibellesen, diese Stelle erstmal so stehen lassen und weiter lesen oder Gott um Rat fragen. Wer Gott um Rat fragt, dem wird Gott sagen, er soll einfach weiter lesen, denn die Bibel erklärt sich selbst. Also müssen wir in beiden Fällen weiter lesen und stoßen bzw. sind schon an das Gleichnis mit dem Talenten gestoßen, die in Matthäus 25,1-3 und Lukas 19,11-20 steht:

Matthäus 25,1-3:
14. Gleichwie ein Mensch, der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus;
15. und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg.
16. Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Zentner.
17. Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere.
18. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld.
19. Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen.
20. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen.
21. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!
22. Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen.
23. Sein Herr sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!
24. Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wußte, das du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast;
25. und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine.
26. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wußtest du, daß ich schneide, da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe?
27. So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen.
28. Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat.
29. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
30. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen.

Hier wird diese Sache schon etwas konkreter, aber immer noch nicht klar. Warum wird der Knecht mit dem einem Talent in die Hölle geworfen?
Übertragen wir mal dieses Gleichnis in eine Situation eines Christen oder mehrerer Christen und setzen statt dem Talenten den Glauben ein.

Das müsste heißen, dass jeder Christ bei seiner Bekehrung von Gott einen Anfangsglauben bekommt und diesen Glauben vermehren muss bzw. darin wachsen muss.
Wenn sich ein Mensch bekehrt, denkt er, er sei auch bekehrt und habe die Grundvoraussetzung für den Freifahrtschein in den Himmel erfüllt, was nicht unbedingt falsch sein muss.

Wir nehmen mal an, dass dieser Christ faul ist und sich nicht aus Liebe zu Gott bekehrt hat, wie wir schon weiter oben bereits erörtert haben. Was passiert wenn man sich nicht aus Liebe zu Gott bekehrt? Wie verhält man sich und wie glaubt man?
Dann wird der Glaube ein Zwang und was man tun muss, tut man auch aus Zwang ohne Erkenntnis der Notwendigkeit und mit Widerwillen. Man hat somit große Mühe, die Gesetze zu halten, um nicht aus dem Rahmen zu fallen und man will auch nicht im Glauben wachsen und man hat auch kein Interesse daran, Gott zu gefallen oder sich als Christ zu engagieren und seiner Existenz einen Sinn zu geben. Man schleift sich als Christ Lustlos bis zum Ziel. Das Ziel ist dann entweder der Tod oder eine Probe, bei der man zu 100 % durchfallen wird und im Unterschied zu einem echten Christen auch nicht mehr aufstehen, sondern ganz vom Glauben abfallen. Soll das der Sinn einer Bekehrung sein? Würde es Gott gefallen, wenn man zu ihm kommen will, aber nur mit Widerwillen und mit Abstoßungsgefühl? Da Gott den Menschen einen freien Willen gegeben hat, will er auch, dass der Mensch aus freien Willen zu ihm kommt und nicht aus Zwang. Gott sieht die Gedanken und Gefühle der Menschen und weiß, wer aus welchem Grund zu ihm kommt und wer ein Interesse an ihn hat.
Diesen Christen kann man mit jemanden Vergleichen, der eine Freundschaft eingeht, aber nicht aus Liebe zu seinem Freund, sondern um ihn auszubeuten oder ein Vorteil von ihm zu bekommen oder vielleicht sogar aus Mitleid. In allen diesen Fällen ist diese Freundschaft keine echte Freundschaft.
So auch im Glauben. Dieser Christ will mit Gott ein Geschäft machen, wie mit einem Händler. Er bekehrt sich und bekennt sich öffentlich zu Gott und Gott gibt ihm dafür das ewige Leben im Himmel. Das ist kein Verhältnis. Auch wenn es im Glauben nur um einen Deal gehen würde, würde Gott nicht darauf eingehen, sondern viel mehr verlangen, denn eine Ewigkeit im Paradies ist unendlich mehr wert als eine einfache Entscheidung.

Aber im Glauben geht es um Alles oder Nichts. Gott will, dass wir ihn mit allen unseren Sinnen lieben und all unserer Kraft und alles für ihn tun und alles für ihn aufgeben und ihm blind vertrauen und nichts in Frage stellen, was von ihm kommt, sei es gut oder schlecht, sei es Segen oder Züchtigung oder Strafe oder Probe. Denn alles was von ihm kommt, hat er als gut und zu unserem Besten befunden, damit wir eben im Glauben wachsen und Jesus immer ähnlicher werden.
Deswegen müssen wir sein, wie einer der beiden anderen Knechte, die ihre Talente vervielfältigt haben. Sicherlich gibt Gott jedem Neugeborenen so viel Anfangsglauben, wie er es für richtig hält und auch wie viel der Neugeborene verträgt und auch verdient, denn Gott sieht sein Inneres und weiß, ob er viel verträgt oder wert ist oder wenig. Deswegen gibt er einem 2 Talente und dem anderen sogar 5.

Aber wir sehen hier auch, dass sich der Herr im Gleichnis nicht getäuscht hat. Denn der Knecht, der 5 Talente bekommen hat, hat es auch tatsächlich verdoppelt und der mit den 2 Talenten auch. Keiner von ihnen ist auf die Idee gekommen, die bekommenen Talenten zu vergraben, wie der faule Knecht. Deswegen haben sie auch mehr Talente bekommen und der Faule nur einen. Er hat auch nur einen bekommen, damit keiner sagen kann, dass er sich bekehrt hat und keinen Glauben bekommen hat. Denn nicht nur die Menschen beobachten was Gott tut, sondern auch die Engel. Und weil beide keine Gedanken lesen können, wie Gott und nicht in die Zukunft sehen können wie Gott, können sie nicht wissen, ob ein Christ zum einen Talenten hinzutut oder nicht. Deswegen gibt ihm Gott fairerhalber auch ein Anfangsglaube, der zwar nicht Groß ist, aber für den Anfang reicht. Er bekommt also so viel, wie er verdient und er bekommt eine Chance.

Der gegebene Glaube wird auch nicht von Gott zurückgenommen und aufgelöst. Denn ein Talent kann man nicht einfach so in die Luft auflösen. Sondern er wird demjenigen gegeben, der am meisten hat und am meisten verdient hat. Der eifrigste im Glauben wird auch am meisten für seine Arbeit und seinen Dienst und sein Opfer für Gott belohnt.

So macht es Sinn, wenn Gott sagt, er nimmt von dem, der nichts hat und gibt es auch noch dem der am meisten hat.

Aber kann es sein, dass man nur aus dem einen Gleichnis den Glauben so krass hinstellen kann und so interpretieren kann, dass man in die Hölle geht, obwohl man glaubt?
Viele Menschen, die auch nicht Christen sind, glauben an Gott. Zwar nicht so wie die Christen, auch nicht wie die unechten Christen, aber sie glauben, dass es einen Gott gibt. Die Dämonen und der Teufel glauben auch an Gott, denn sie sehen ihn ja und sie waren auch dabei, als Gott die Welt gemacht hat.
Deswegen hat uns Gott nicht nur diese eine Stelle mit der Glaubensinterpretation gegeben, sondern auch eine in Matthäus 13,3-23:

3. Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen.
4. Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf.
5. Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte.
6. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre.
7. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's.
8. Etliches fiel auf gutes Land und trug Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches dreißigfältig.
9. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
10. Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?
11. Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, daß ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben.
12. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.

Zum dritten Mal haben wir jetzt diese Aussage von Vers 12, aber dieses Mal mit einem anderen Gleichnis und einem anderen Inhalt mit einer anderen Geschichte dahinter.
Auch hier gibt Gott jedem Christen ein Anfangsglauben, der den Samen darstellen soll. Das ist hier gut verglichen, denn aus einem Samen sollen viele Früchte entstehen. Wobei die Früchte wiederum Samen enthalten, die nochmal weiter gegeben werden können.
Bis jetzt haben wir uns nur um den echten oder unechten Glauben unterhalten, aber in Vers 11 gibt uns Jesus auch den Unterschied zwischen Gläubige und Ungläubige, die den Glauben gar nicht bekommen haben, weil sie ihn nicht haben wollten und auch nicht verdient haben und nicht danach fragen. Deswegen hat Jesus zu ihnen nur in Gleichnissen gesprochen, damit sie hören, aber nicht verstehen. Diejenigen, die verstehen wollten und Glauben haben wollten, hat Jesus das Gleichnis im gleichen Kapitel Vers 18-23 erklärt:

18. So hört nun ihr dieses Gleichnis von dem Säemann:
19. Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Arge und reißt hinweg, was da gesät ist in sein Herz; und das ist der, bei welchem an dem Wege gesät ist.
20. Das aber auf das Steinige gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden;
21. aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so ärgert er sich alsbald.
22. Das aber unter die Dornen gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht.
23. Das aber in das gute Land gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt; und etlicher trägt hundertfältig, etlicher aber sechzigfältig, etlicher dreißigfältig.

Hier sagt Jesus selbst, dass der Same der Glaube ist und erklärt auch die genauen Gründe warum der Glaube nicht ausreicht, um zu wachsen und Frucht zu bringen. Aber wenn er wächst, wächst er richtig und bringt die geforderte Frucht.

Eine andere Stelle erzählt uns ebenfalls vom Glauben und dass man zuerst Glauben hatte und am Ende doch keinen mehr hatte und dass man dann verloren geht.
Matthäus 25,1-13:

1. Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen.
2. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug.
3. Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich.
4. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
5. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen!
7. Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen.
8. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen.
9. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst.
10. Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen.
11. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!
12. Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
13. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.

Hier nimmt Gott niemanden den Glauben weg, weil die törichten Jungfrauen den Glauben selbst aufgegeben haben und ihn sogar vernachlässigt haben und im Glauben eingeschlafen sind. Somit war der Glaube tot. Deswegen werden auch viele Christen, die einen unechten Glauben hatten, aufwachen, wenn auf einmal alle echten Christen weg sein werden, wenn Jesus seine Gemeinde in den Himmel holt, und sie erkennen, dass Jesus schon da war und ihn dann bitten sie auch aufzunehmen. Aber dann wird es zu spät sein und dann ist man dem Mutwillen des Antichristen ausgeliefert und dann wird es sehr schwer sein, den Glauben bis zum Ende des Trübsals zu bewahren. Dann wird die Gnadenzeit zu Ende sein und die Gnade Gottes weg.

Somit ist bewiesen, dass unechte Christen in die Hölle gehen und keine Hoffnung auf den Himmel haben, auch wenn sie sich das vormachen.
Somit kann sich jeder selbst prüfen, wo er steht und was auf ihn zutrifft. Ist Wachstum da? Dann ist auch der Glaube echt. Ist man aber im Stillstand und kommt nicht vorwärts, bedeutet das die Hölle. Denn der Stillstand bezeugt, dass man das Interesse an Gott verloren hat und die Leibe, die man vielleicht am Anfang hatte, erkaltet ist.

Wer sich also in einem Stillstand befindet und wachsen will, sollte dringend zu Gott beten, dass er ihn aus seinem Schlaf erweckt, bevor es zu spät ist, denn niemand weiß, wann die Uhr für jeden Einzelnen abgelaufen ist. Und wer jetzt denkt oder eingesehen hat, dass er falsch steht und nicht sofort auf die Knie fällt und Gott um Hilfe bittet, sondern dieses Gebet aufschiebt, der zeigt, dass er nur den einen Talenten verdient hat und nicht mehr, und dass er diesen Talenten sogar verlieren wird.

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ichliebejesus
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Re: Russische Baptisten und ihre Gesetze Teil 1

from ichliebejesus on 04/12/2018 01:09 PM

Hallo,

im großen und ganzen finde ich Ihren Beitrag ziemlich gut auch wenn ich in einigen Punkten nicht zustimme.

Ich finde es sehr schade, dass Sie die Gemeinden in ein so schlechtes Bild stellen. Ich selber komme aus einer dieser Gemeinden (in der es nicht nur Russen gibt!!!) und sehe unser Gemeindegesetzt wie sie es nennen als eine Art Richtschnur. Jedes Gemeindemitglied hat die freie Wahl eine Gemeinde zu verlassen wenn es mit diesen Richtlinien nicht einverstanden ist und kann sich einer anderen Gemeinde anschließen.

In einigen Gemeinde trifft Ihr Vortrag sicher genau auf den Punkt, aber solche Gemeinden gibt es nur wenige.

Zum Punkt das wir nicht lustig sein können kann ich nur lachen Mein Vater war Jahrelang in die Gemeindeleitung involviert und ist einer der lustigsten Personen die ich kenne und ich kenne nicht nur Baptisten!!!

Zum Thema Heiraten und das Treffen vor der Hochzeit könnte ich ziemlich viel schreiben da ich selber Verlobt bin. Mein Verlobter und ich sind seid 5 Monaten Verlobt und überglücklich und in diesem Zeitraum haben wir uns Regelmäßig getroffen und das nicht heimnlich.  Sicher es gibt Eltern die das nicht erlauben würden, aber auch hier kann ich nur sagen das ist die Ausnahme und nicht die Regel. d

Zum Schminken, Schmuck tragen und Haare hochstecken sage ich nichts.

Die sogenannte Gemeinderegel ist eine Richtschnur die jedem Gemeindemitglied den Freiraum lässt selber zu entscheiden was gut und böse ist. In der Bibel steht in 1 Korinther 6 Vers 12:

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.

Danach versuchen die meisten ihr Leben zu richten.

 

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Re: Russische Pfingstler und Zungenrede

from admin on 09/23/2017 11:36 AM

Ich habe auch eine Weile in einer Pfingsltergemeinde um den angeblichen Heiligen Geist gebeten und habe ihn nicht bekommen. Andere haben darum gebeten und haben ihn bekommen. Der Unterschied zwischen ihnen und mir ist, dass ich nicht um mein Wille gebeten habe, sondern um das was Gott will. Ich habe es Gott überlassen zu entscheiden, ob ich diesen Geist und die damit verbundenen Gaben bekomme oder nicht. Die anderen haben nicht so gebetet, sondern wollten ihn unbedingt haben. Wenn ein Kind seine Eltern um ein Messer bittet und die Eltern es ihm nicht geben, kommt ein Psychopat und gibt ihm ein Messer. So ist es auch im Glauben. Wenn Gott entscheidet, dass dieser Geist nicht gut für mich ist, dann ist er für kein Mensch gut und dann kann es nicht der Heilige Geist sein. Demnach kann es nur ein böser Geist sein. Die anderen Pfingstler, die auch um diesen Geist gebetet haben, haben ihn bekommen, weil sie ihn um jeden Preis haben wollten und nicht aufgegeben haben, bis sie es bekommen haben. Das ist nicht die Vorgehensweise, die uns Gott in der Bibel lehrt, wenn wir etwas haben wollen. Wir sollen zwar darum bitten, aber diese Bitte nicht als Bedingung unseres Glaubens machen, denn so setzen wir Gott unter Druck und erpressen ihn und sagen somit, dass wir nur an ihn glauben, wenn er uns diesen Geist bzw. diese Gaben gibt. Wir sollen Gott nicht versuchen und wir sollen alles so hinnehmen, wie es kommt und wir sollen nicht entscheiden, was für uns gut ist, sondern es Gott überlassen. Außerdem wurde nicht jeder mit dem Heiilige Geist getauft, dem die Aposteln die Hände aufgelegt haben. Lies dir die Apostelgeschichte nochmal genau durch. Und es steht nirgends, dass die Taufe mit dem Heiligen Geist oder bestimmte Gaben Beindung ist, dass man den Glauben hat. Im Gegenteil. Gott gibt jedem nach seinem Willen und nach dem Glauben den Gläubigen. Ein neu Bekehrter bekommt sicher nicht von Anfang an die Gabe zu predigen oder das Wort auszulegen oder Dämonen auszutreiben. Aber ihr ignoriert alle diese Indizien und macht ein Gesetz, was in der Bibel kein Gesetz ist. Von mir aus, kann jeder sich selbst Gesetze auferlegen, aber nicht einen anderen dazu zwingen oder als Bedingung für den Heil machen und als wahren Glauben verkaufen, denn das ist Irrlehre.

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jsldt

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Re: Russische Pfingstler und Zungenrede

from jsldt on 02/10/2017 10:13 PM

Ok das ist der Teufel. Ich bin eine russische Pfingstlerin. Ich habe den heiligen Geist weder bekommen indem ich zusammengebrochen bin oder ich wie ein Pferd durch die Gemeinde gelaufen bin. Ich habe darum gebeten, und es empfangen. Ich will nur sagen das vielleicht ich und du wissen was es ist und worauf der Artikel vielleicht hinausläuft. Aber andere, die sich vielleicht ein Bild machen wollen werden sich erschrecken. Diese Pfingstler die du beschreiben hast sind zu 100% Charismatiker. Eine "modernere" Version von uns. Sie tun und lassen was sie wollen.

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John

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Re: Russische Baptisten und ihre Gesetze Teil 1

from John on 01/31/2017 05:07 PM

Hallo,
ich habe mich extra wegen dieser Vorträge hier angemeldet. Ich habe lange Zeit unter/mit altkolonier-Mennoniten gelebt und diese Vorträge sprechen mir aus dem Herzen und helfen mir Gesehenes und Empfundenes in Worte zu fassen. Am Sonntag sind dann alle nach der Predigt vom Tequila betrunken und von anderen Drogen betäubt. Aber solange niemand darüber redet ist es keine Sünde, die Sünde begeht der, der den Missstand anspricht... 
Danke für diesen ungeschönten und sehr schön erklärten Vortrag, er gibt mir viel Kraft. 

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Re: Russische Pfingstler und Zungenrede

from admin on 11/14/2016 12:45 AM

Zu jsldt:

Wenn Du denkst, dass ich damit über den Heiligen Geist lästere, hast Du nicht verstanden, worum es geht. Es geht hierbei um den falschen Heiligen Geist, der in diesen Gemeinden angebetet wird und von dem die Gaben kommen. Das kann niemals der Heilige Geist von Gott sein. Ich war selber Mitglied in einer Pfingstlergemeinde und war dort über ein halbes Jahr. Was ich da gesehen habe, habe ich gesehen. Außerdem habe ich mich nur auf die russischen Pfingstler beschränkt. Aber was die anderen Pfingstler und Charimatiker machen, ist noch viel schlimmer. Ich nenne da nur ein paar Stichworte:

- Taufe mit dem Heiligen Geist durch wedeln mit dem Sacko des Predigers, wo alle massenweise nach hinten umfallen und bewußtlos werden
- Taufe mit dem Heiligen Geist durch Handauflegung, bei dem alle, die berührt werden, ebenfalls sofort nach hinten bewußtlos umfallen und von anderen aufgefangen werden, damit sie sich nicht das Genick beim Sturz brechen
- Lachen im Heiligen Geist, wo die ganze Gemeinde aus keinem erkennbaren Grund auf einmal anfängt zu lachen und das mehrere Minuten lang
- Rennen im Heiligen Geist, wo ein paar Menschen auf einmal wärhend dem Gottesdienst anfangen durch die Gemeinde zu rennen, wie ein paar wild gewordene Pferde

Da geht es zu wie in einem Zoo. Total chaotisch und durcheinander und unkontrolliert. Die Merkmale, die eher auf den Teufel zutreffen, aber auf keinen Fall auf den echten Heiligen Geist.

In der ganzen Bibel ist niemand bewußtlos geworden, als er mit dem echten Heiligen Geist getauft wurde und derjenige ist schon gar nicht umgefallen.

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Re: Russische Pfingstler und Zungenrede

from admin on 11/14/2016 12:23 AM

Zu mamlik:

Häuser kann ich mir kaufen so viele ich will, denn ich habe keine Extragestze zur Bibel, die das verbietet und ich verurteile auch niemanden, der teure Autos fährt oder Internet hat oder Fern sieht. Jeder kann das haben womit ihn Gott segnet und was ihm wichtig ist. Außerdem habe ich das erste Haus verkauft und habe nur noch eins. Götzendienst ist das nur für den, der sich selbst Gesetze auferlegt, die das verbietet.

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