Wie spricht Gott heute zu uns? Was Pfingstler und Charismatiker ignorieren - Teil 1

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Wie spricht Gott heute zu uns? Was Pfingstler und Charismatiker ignorieren - Teil 1

von admin am 15.12.2014 16:18

Um herauszufinden wie Gott heute zu uns spricht, müssen wir zuerst wissen wie er zu den Menschen davor gesprochen hat, also von Beginn der Schöpfung bis zu Jesus bzw. dem Heiligen Geist.

Vom Anfang der Menschheit bis zu ihrem Ende spricht Gott in 7 verschiedenen Weisen zu den Menschen, wobei das erste und das letzte Mal gleich sind. Diese Zeitperioden, die unterschiedlich lange dauern, nenne ich Heilsgeschichten, weil ich die Geschichte anhand der geistlichen Sprechweise einteile. Diese Abschnitte sind geistliche Zeitaltern. Am Anfang war alles gut und Gott hatte direkten Kontakt zu den Menschen im Garten Eden, bis Adam und Eva sündigten und somit einen großen geistlichen Bruch mit Gott begehen und sich Gott von den Menschen distanzieren muss. Im Laufe der nächsten 6 Zeitaltern baut Gott die Beziehung zu den Menschen Schrittweise wieder auf, bis er im 7. Schritt – also in der 7. Heilsgeschichte – den Kontakt so wiederhergestellt hat wie er am Anfang war bevor die Menschen sündigten.

In diesem Vortrag wollen wir betrachten und lernen wie Gott in den einzelnen Heilgeschichten zu den Menschen gesprochen hat, wie er jetzt spricht und wie er in Zukunft sprechen wird. Somit können wir Gott besser verstehen und besser auf seine Stimme hören und ein besserer Zeuge für ihn sein und ihm besser dienen. Denn wie will man Gott dienen, wenn man ihn nicht wahrnimmt?

Am Ende des Vortrags ist ein Diagramm, das den Kontakt zwischen Menschen und Gott grafisch zeigt anhand der Heilsgeschichten und der Zeit. So ist der ganze Vortrag in einem Bild übersichtlich zusammengefasst, das man sich besser einprägen kann.

1. Heilsgeschichte: Kontakt zu Gott persönlich

Zur Zeit des Garten Edens vor dem Sündenfall, war Gott durch Jesus bei Adam und Eva allgegenwärtig und wandelte mit ihnen im Garten herum.

1. Mose 2,8:

8. Und sie hörten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten ging, da der Tag kühl geworden war.

Die Stimme Gottes wird im Neuen Testament das Wort Gottes genannt (Johannes 1,1-3). Das Wort Gottes ist bekanntlich Jesus. Also ist Jesus auch die Stimme Gottes, denn Jesus gab es schon vor Beginn der Welt und Gott hat durch ihn die Welt gemacht. Damals gab es noch keine Sünde und die Menschen konnten Gott bzw. Jesus sehen und mit ihm reden wie mit einem Menschen. So war es von Gott auch beabsichtigt und so sollte es für immer bleiben. Deswegen hat Gott die Welt und die Menschen gemacht. Erst als die Menschen gesündigt hatten, konnte Gott nicht mehr mit ihnen so umgehen wie vorhin, weil sie die Sünde trennte, denn wo Sünde bzw. der Teufel ist, kann Gott nicht sein.

2. Heilsgeschichte: Kontakt zu Gott über Zeugen

Nach dem Sündenfall, konnten die Menschen Gott nicht mehr sehen und nicht mehr direkt mit ihm sprechen, sondern nur noch über Botschafter, wie z.B. die Engeln und Jesus. Dabei konnten aber nicht alle Menschen so einen Kontakt zu haben, sondern nur diejenigen, die an ihn glaubten und ihn auch als Gott verehrten und ihn fürchteten und ihm für ihre Sünden opferten. Nur indem die Menschen ein Tier opferten, konnten ihre Sünden vergeben werden, denn eigentlich hätten die Menschen wegen ihren Sünden sofort sterben müssen, aber statt das Blut der Menschen zu fordern, hat Gott den Menschen einen Ausweg geboten, indem sie statt ihrem Blut das Blut eines anderen Lebewesens vergießen konnten, damit sie weiterleben konnten. Für jede Sünde musste also Blut fließen. Das war die Voraussetzung, dass die Menschen mit Gott Kontakt aufnehmen konnten. So lange sie sich weigerten für ihre Sünden zu opfern, konnte kein Kontakt zwischen diesen Zwei entstehen, weil eine ungesühnte Sünde dazwischen lag. Die Sünde verhindert also den Kontakt zu Gott so, als ob eine Tür verschlossen wäre, die zu Gott führt. Erst das Blut eines Tieres konnte diese Türe öffnen. Das Blut eines Tieres ist also der Schlüssel zu Gott.
Das musste Gott Adam und Eva erstmal beibringen und schlachtete deswegen ein Tier und machte aus seinem Fell Röcke für Adam und Eva, damit sie ihre Schande bedecken sollen.

1. Mose 3,21:

21. Und Gott der Herr machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen und kleidete sie.

Das ist dabei sowohl wörtlich irdisch als auch geistlich gemeint. Irdisch gesehen, mussten die Geschlechtsteile bedeckt werden, die bis heute als Schande gelten und geistlich gesehen, musste das Blut des Tieres die Sünde der Menschen bedecken. Seit dem haben die Menschen immer Gott geopfert für ihre Sünden. Das sehen wir gleich bei den Kindern von Adam und Eva:

1. Mose 4,3-7:

3. Es begab sich nach etlicher Zeit, daß Kain dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes;
4. und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer;
5. aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebärde verstellte sich.
6. Da sprach der Herr zu Kain: Warum ergrimmst du? und warum verstellt sich deine Gebärde?
7. Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.

Aus diesem Text können wir sehr viel lernen. Erstens lautet das Gesetz, dass für die Sünde Blut fließen muss. Abel hat das befolgt. Somit wurden seine Sünden bedeckt. Kain dagegen hat Gemüse geopfert. Da ist kein Blut geflossen. Das war ein klarer Verstoß gegen das Opfergesetz. Deswegen hat Gott sein Opfer nicht beachtet und das mit Recht. Wir sehen also bis hierhin, dass Kain ein Rebell war und ungehorsam und Ungläubig. Er kannte das Gesetz, aber hat sich trotzdem dagegen entschieden. Somit war er ungehorsam. Er hat Gott nicht gehorcht und nicht an ihn geglaubt, dass das Gesetz richtig ist. Somit war er ungläubig. Daraus können wir auch erkennen, dass er stolz war, denn er wollte nicht zu seinem kleinen Bruder hingehen und ihm eins von seinen Tieren abkaufen oder gegen sein Gemüse eintauschen. Er wollte Gott das bringen was er selbst hatte, ohne auf seinen Bruder angewiesen zu sein. Das zeigt uns ein Stück von seinem Charakter. Wir haben gesehen bei der Rebellion Luzifers gegen Gott, dass Luzifer wegen seiner Schönheit und Weisheit stolz war und auf Gott neidisch wurde und so sein wollte wie er. Mehr dazu findet man in meinem anderen Vortrag „Von der Schöpfung bis zur Sintflut" unter der Adresse http://gott-jesus-schoepfung-sintflut.jimdo.com. Luzifer war also zuerst stolz, was die Ursache für seine Umwandlung zum Bösen war. So war es auch bei Kain. Das Spiel wiederholt sich. Aus Stolz kommt die Sünde, weil dann unser Herz verstockt und verhärtet ist und wir nicht mehr auf Gott hören, sondern auf Satan. Gott sagt aber klar, dass die Menschen über die Sünde herrschen sollen und sie unter Kontrolle halten, damit sie nicht überhand nimmt. Das schaffen wir nur wenn wir Gott mehr Raum in unsere Herzen geben als Satan bzw. wenn wir Gott unser ganzes Herz geben, denn Gott gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden. Entweder gehorchen wir nur ihm oder gar nicht. Man kann nicht zwei Herren dienen. Aber Kain hat der Versuchung der Sünde nachgegeben und es ist somit gekommen wie es logischerweise kommen musste: Kain erschlägt Abel aus Eifersucht.

1. Mose 4,8:

8. Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.

Es hat nur eine Generation gedauert von der ersten Sünde bis zum ersten Mord. Wir sehen also wo die Sünde hinführt wenn wir ihr nachgeben.

Beim Auszug aus Ägypten mussten die Juden Blut an ihre Türpfosten streichen, als Zeichen, dass ihre Sünden gesühnt sind und sie zu Gott gehören, damit der Todesengel nicht in diese Häuser hineingeht und den Erstgeborenen tötet (1. Mose Kapitel 11-13).

Im Laufe des Alten Testaments lesen wir immer wieder von Opferungen und Gott gibt den Menschen sogar ein offizielles Gesetz durch Mose und zeigt ihnen was es genau für Opferungen gibt und wie sie durchzuführen sind und was es mit ihnen auf sich hat und was die Menschen sonst noch für Gesetze halten müssen, um nicht der Sünde zu verfallen und Gottgefällig zu leben.

Wir sehen an vielen Beispielen im Alten Testament wie man sich verhalten soll, um Gott zu gefallen.
Das erste Bsp. Zeigt uns Henoch in 1. Mose 5,21-24:

21. Henoch war fünfundsechzig Jahre alt und zeugte Methusalah.
22. Und nachdem er Methusalah gezeugt hatte, blieb er in einem göttlichen Leben dreihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter;
23. daß sein ganzes Alter ward dreihundertfünfundsechzig Jahre.
24. Und dieweil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.

Wir sehen hier was für eine enge Beziehung Henoch mit Gott gehabt haben muss, dass ihn Gott vorzeitig zu sich nahm, denn in dieser Zeit war die normale Lebensdauer der Menschen zwischen 800 und 1000 Jahre.

Ein ähnliches Bsp. finden wir bei Mose (5. Mose 34,1-8). Es geht dabei nicht darum, dass er vielleicht lebendig zu Gott aufstieg wie Henoch, sondern, dass er erstens 40 Jahre länger lebte als ein normaler Mensch und geistig und körperlich genauso fit war wie ein junger Mann in voller Lebensblüte und dann plötzlich starb und ihn Gott selbst begrub, denn niemand fand sein Grab.

Noch ein gutes Bsp. ist Elia (2. Könige Kapitel 2). Er wurde noch spektakulärer entrückt als es jemals ein Mensch wurde. Dementsprechend musste auch sein Glauben gewesen sein, was er auch war, wie wir in den Kapiteln davor lesen können.

So müsste ein Mensch optimal leben, um einen ganz engen Kontakt zu Gott zu haben. Aber wir finden in der Bibel auch Glaubensvorbilder, die zwar nicht so einen spektakulären Abgang hatten, aber trotzdem eine ganz enge Beziehung mit Gott hatten. So einer war Noah. In seiner Zeit war die Sünde so fortgeschritten bei den Menschen, dass es keine gottesfürchtigen Menschen auf der Erde mehr gab, außer Noah und seine Familie (ab 1. Mose 6). Da muss es ziemlich schwer gewesen sein für ihn noch gläubig zu bleiben bei den ganzen bösen Menschen in seiner Umgebung. Deswegen machte Gott einen Neuanfang, damit die Sünde nicht alle Menschen vernichtet.

Adam lebte bis zu den Lebzeiten Lamechs, dem Vater von Noah. Somit gab es fast bis zur Vernichtung der Welt einen lebenden Augenzeugen, der Gott persönlich gesehen hatte und dem Gott persönlich die Naturgesetze und Opfergesetze beigebracht hat und somit konnte jeder zu Adam gehen und ihn über Gott befragen. Aber die Menschen zogen es lieber vor den Teufel zu befragen statt Gott. Nach der Sintflut hat Sem, der Sohn Noahs noch bis Isaak gelebt. Das heißt, dass als Abraham von Ur nach Kanaan gezogen ist, hat er sogar noch in der Nähe von Sem gelebt, der die Sintflut miterlebt hat und davon erzählen konnte. Das heißt, dass Abraham aus erster Hand von einem Glaubensvater die Geschichten gehört hat und dass es seit Beginn der Welt immer einen Augenzeugen und Glaubensvater gegeben hat, der von den Wundern Gottes erzählen konnte. Isaak hat Sem wahrscheinlich nicht mehr gesehen, weil Sem ein paar Jahre nach Isaaks Geburt gestorben ist und sie sehr weit auseinander wohnten. Aber Isaak konnte die ganzen Geschichten von seinem Vater Abraham hören, der sie direkt von Sem gehört hat und Abraham selbst war auch ein Glaubensvater, der viele Wunder mit Gott erlebt hat und vorbildlich an Gott geglaubt hat. Deswegen hat auch Gott Abraham auserwählt, um mit ihm einen Bund zu schließen und aus ihm sein Volk zu machen. Nach Isaak war Jakob der Erbe und auch der Glaubensträger und nach ihm Josef und seine Brüder. Erst mit Josef haben die Wunder aufgehört, als Israel schon in Ägypten war. Die Generationen nach ihm vergaßen Gott und kannten ihn nicht mehr.

Also gab es in diesem Geschichtsabschnitt nur Zeugen wie Adam, Noah, Sem, Abraham, Isaak, Jakob und Josef, die nur jeweils kurzzeitige Erfahrungen mit Gott hatten und Gott war nicht ständig in ihnen präsent durch den Heiligen Geist wie es später der Fall sein würde. Sie konnten jeweils nur aus ihren Erfahrungen mit Gott erzählen.

3. Heilsgeschichte: Kontakt zu Gott über Propheten

Erst 400 Jahre nach Josef sollte es wieder ein Kontakt mit Gott geben, als Mose kam und das Volk aus Ägypten herausführte. Diesmal musste sich Gott zuerst Mose und dann dem Volk wieder präsentieren. Dafür musste Gott eine ganze Reihe von Wundern tun, damit die Israeliten an ihn glaubten und akzeptierten, dass er Gott ist und derjenige, der mit ihren Vätern einen Bund geschlossen hat.

Aber auch in dieser Zeit konnte Gott nur durch einzelne Menschen zu seinem Volk sprechen, aber anders als in der 2. Heilsgeschichte, denn jetzt war der Heilige Geist in einzelne Menschen, die ihm als Propheten dienen sollten und der Kontakt zwischen Gott und den Menschen sein sollten. In diesem Geschichtsabschnitt war Gott ständig in einem oder wenigen Menschen zur gleichen Zeit drin so wie bei uns jetzt, nur mit dem Unterschied, dass es nur sehr Wenige gleichzeitig waren. Durch sie hat Gott zu seinem Volk und den Menschen gesprochen. Zuerst zu Mose und Aaron, dann Josua, dann die Richter, dann Samuel und dann die Propheten. Wobei Samuel eine kurze Zeit sowohl Richter als auch Prophet war, bis er Saul zum König salbte. Ab dann war er nur noch Prophet und legte sein Richteramt nieder. Nebenbei waren auch die Hohepriester das Sprachrohr Gottes wenn sie Gott gefürchtet haben und seine Gesetze hielten, denn nicht alle Hohepriester taten das. Auch sie mussten mit der Sünde kämpfen und viele haben ihr nachgegeben.

Die Menschen damals konnten aber genauso zu Gott beten und mit ihm reden wie wir heute, nur mit dem Unterschied, dass sie nicht den Heiligen Geist hatten und es somit für sie viel schwerer war die Gesetze zu halten. Deswegen sind sie ständig vom Glauben abgefallen. Die Generation, die Wunder erlebt hatten, konnten noch leichter an Gott glauben wie die nächsten Generationen, die keine Wunder gesehen haben. Deswegen sind sie vom Glauben abgefallen und haben sich anderen Göttern zugewandt. Dann schickte Gott andere Völker, die sie unterdrückten, bis sie dann wieder zu Gott schrieen und sich zu ihm bekehrten und um Hilfe baten. Aber die Generation nach ihnen kannten wieder nicht die Wunder Gottes und fielen wieder vom Glauben ihrer Väter ab, bis Gott wieder Peiniger schickte. Und so ging es fast 1500 Jahre lang hin und her.

4. Heilsgeschichte: Kontakt zu Gott über Jesus

Bis Jesus auf die Erde als Mensch kam, um den direkten Kontakt zu Gott wiederherzustellen und das zu reparieren was Adam kaputt gemacht hat. Davor war Jesus nur als Gott bekannt, dessen Name niemand kannte. So steht es auch geschrieben, dass Jakob mit Gott kämpfte. Aber kein Mensch konnte Gott sehen, weil er zu heilig ist und die Menschen zu sündhaft. Deswegen muss es Jesus gewesen sein, weil er auch Gott ist. Aber er verrät seinen Namen auch nicht auf Nachfrage.

1. Mose 32,30:

29. [32:30] Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst.

Auch dem Vater von Simson verrät Jesus nicht sein Name.

Richter 13,18:

17. Und Manoah sprach zum Engel des Herrn: Wie heißest du? daß wir dich preisen, wenn nun kommt, was du geredet hast.
18. Aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch wundersam ist?

Alle anderen Engeln haben ihre Namen gesagt, als sie danach gefragt wurden, aber Jesus nicht, weil sein Name zu heilig ist, damit die Menschen ihn nicht beschmutzen. Erst als er als Mensch auf die Erde kam, bekam er einen irdischen Namen. Aber seinen himmlischen Namen hat er trotzdem behalten. Überall in der Bibel wo „DER Engel des Herrn" steht, ist Jesus gemeint und an alle anderen Stellen wo nur EIN Engel steht, ist auch wirklich nur ein Engel gemeint. Also war Jesus unter den Menschen auch aktiv bevor er als Mensch kam.

Als Jesus auf die Erde als Mensch kam, waren die Menschen Gott noch näher als nur durch Propheten, weil Jesus zu Gott eine viel engere Beziehung hatte als die Propheten und er hatte viel mehr Macht als sie und tat mehr und auch größere Wunder und war selbst Gott obwohl er ein Mensch war. Somit ist Gott selbst zu den Menschen gekommen in einer sichtbaren Form. Es war fast so wie am Anfang im Garten Eden, nur dass Jesus in einer anderen Form gekommen und das nur für eine kurze Zeit und eingeschränkter, weil er auch ein Mensch war.

Damit aber die Menschen glauben, dass er der Sohn Gottes ist, musste er auch Wunder und Zeichen tun so wie es Gott gemacht hat, als er sich Israel in Ägypten vorgestellt hat.
Jesus bereitete die Menschen auf ein neues Zeitalter vor, in dem nicht mehr nur die Israeliten Zugang zu Gott hatten, sondern alle Menschen auf der Erde. Er unterrichtete die Menschen auf eine andere Weise wie er es im Alten Testament getan hat und schloss einen neuen Bund mit ihnen, weil eine neue Zeit anbrach, weil Gott gesehen hat, dass Israel ihn immer wieder verworfen hat. Dieser neue Zeitabschnitt war auch für die Menschen so wichtig, dass sie nach ihm die Jahre zählten. Also war es nicht nur ein neuer geistlicher Zeitabschnitt, sondern auch ein menschlicher und irdischer.

5. Heilsgeschichte: Kontakt zu Gott über den Heiligen Geist

Jesus selbst hat gesagt, dass wenn er zurück zu seinem Vater geht, er den Tröster schicken wird, also den Heiligen Geist. Das ist der Geist Gottes.

Johannes 14,16-20:

16. Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich:
17. den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
18. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch.
19. Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
20. An dem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.

So ist es auch ein paar Tage später zu Pfingsten passiert.

Apostelgeschichte 2,1-4:

1. Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander.
2. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen.
3. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen;
4. und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.

Alle Gläubigen, die an Jesus geglaubt hatten, haben den Heiligen Geist bekommen. Somit war Gott durch Jesus ständig in jedem bekehrten Menschen drin in Form eines Geistes, den wir zwar nicht sehen, aber bemerken können wie er unser Leben verändert.

Als der Heilige Geist auf die Erde kam, musste auch er sich beweisen und den Menschen zeigen, dass er der Heilige Geist ist, so wie es Gott und Jesus vor ihm getan haben. Deshalb musste auch der Heilige Geist Wunder und Zeichen tun, aber auch das nur für eine begrenzte Zeit so wie auch Gott nur eine begrenzte Zeit Wunder in Israel getan hat und das vom Auszug aus Ägypten bis sie ins verheißene Land gekommen sind. Danach haben die Wunder aufgehört und es gab die Wunder nur noch einzeln und lokal und auf die Propheten begrenzt. So war das auch mit Jesus und dem Heiligen Geist. Die Wunder waren nur ein Zeichen und das für eine begrenzte Zeit, bis alle verstanden haben, dass er der Heilige Geist ist und nicht irgendein Dämon, der auch kleine Wunder tun kann.

1. Korinther 14,22-23:

22. Darum sind die Zungen zum Zeichen nicht den Gläubigen, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Gläubigen.
23. Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkäme an einen Ort und redeten alle mit Zungen, es kämen aber hinein Laien oder Ungläubige, würden sie nicht sagen, ihr wäret unsinnig?

Johannes 9,4-5:

4. Ich muß wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
5. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.

Lukas 22,35-36:

35. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals.
36. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche; wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.

Solange Jesus bei den Menschen war, hat er auf sie aufgepasst, dass ihnen nichts passiert und dass ihre Kleider und Schuhe nicht abgenutzt werden. Also auch das war ein Wunder, denn Jesus hat hier die Naturgesetze aufgehoben, sonst wären die Sachen veraltet und abgenutzt worden. Aber bevor er sie verlassen hat, hat er ihnen gesagt, dass sie sich wappnen sollen und dass sie wieder den Naturgesetzen ausgesetzt sein werden ohne Wunder. Das heißt, dass die Wunder aufhören werden wie es auch in 1. Korinther 13,12-13 steht.

12. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
13. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Wenn die Wunder nicht aufhören würden, bräuchten wir keinen Glauben mehr, weil wir ja die Beweise als Wunder haben. Aber Paulus sagt klar, dass wir nur noch Glauben, Hoffnung und Liebe haben. Auch als Jesus selber da war, hat er immer wieder die Kranken gefragt, ob sie daran glauben, dass er sie heilen kann, bevor er sie geheilt hat. Erst als sie sagten, dass sie an ihn glauben, konnte er sie heilen. Wenn sie nicht an Jesus geglaubt hätten, konnte er sie auch nicht heilen. Deswegen mussten sie sogar glauben als der Beweis selbst unter ihnen war. So ist es auch bei der Ankunft des Heiligen Geistes. Man muss an ihn glauben, dass er in die Menschen gekommen ist und durch sie Wunder tun konnte. Paulus und Timotheus hatten beide Gnadengaben und konnten Wundern tun. Paulus konnte Kranke heilen und wusste auch über eine große Entfernung was in der Gemeinde von Korinth passiert (1. Korinther 5), aber keiner von beiden konnte eine kleine Bauchkrankheit von Timotheus heilen, deswegen empfiehlt Paulus Timotheus ein wenig Wein zu trinken:

1. Timotheus 5,23:

23. Trinke nicht mehr Wasser, sondern auch ein wenig Wein um deines Magens willen und weil du oft krank bist.

Sie hatten anscheinend schon die Wundergaben verloren und waren ab jetzt auf die übliche Medizin angewiesen. Die Wunder hatten also praktisch aufgehört, denn nach ihnen ist es nicht mehr bekannt, dass jemand noch Wunder getan hat oder in Zungen reden konnte, sonst hätten die Pfingstlergemeinden schon damals existiert. Aber diese sind erst nach 1900 mit den ganzen anderen Sekten wie die Chrismatiker und alle anderen Irrlehrer auf einmal aufgetaucht. Wo waren die ganzen Wunder und Zungenreden 1900 Jahre lang? Ist es nicht komisch, dass diese Wunder und Zungenreden zusammen mit allen anderen Irrlehren aufgetaucht sind?

Ich war in 2004 selber in einer russischen Pfingstlergemeinde eine Zeit lang und auch Mitglied. Schon von den ersten Tagen an sind Brüder zu mir gekommen und haben mir immer wieder von Wundern erzählt und auch an der Kanzel wurden immer wieder Wundergeschichten erzählt. Eine von den beliebtesten Geschichten lautete folgendermaßen:
„Als wir noch in Russland waren, konnten wir uns nur an geheimen Orten treffen, um Gottesdienst zu halten und wir mussten immer wieder die Treffpunkte ändern, weil uns die Kommunisten verfolgt haben. Manchmal trafen wir uns einfach nur irgendwo im Wald und das auch im Winter bei eisiger Kälte. Mein Großvater wurde irgendwann festgenommen und sie haben ihn nach Sibirien gebracht. Aber er hat auch im Gefängnis nicht aufgehört an Gott zu glauben und die Gefängniswärter haben ihn gezwungen seinem Glauben abzusagen, aber er blieb standhaft. Einmal haben sie ihm gedroht über Nacht ganz nackt vor dem Gefängnistor zu setzen und das bei -40° C, aber er sagte Gott nicht ab. Dann haben sie ihn ausgezogen und die ganze Nacht lang im Freien ausgesetzt, im Schnee bei -40° C, aber Gott hat ihn beschützt und es ist ihm nichts passiert, bis sie ihn am nächsten Morgen wieder reingeholt haben."
Diese Geschichte habe ich öfters bei den Pfingstler gehört. Entweder hatten sie alle den gleichen Großvater oder es war ein Volkssport bei den Wärtern und nie erfror jemand. Wenn das so oft vorgekommen ist, hätten sich alle Wärter bekehren müssen, weil sie dann von der Regierung nichts mehr zu befürchten hätten. Aber ich ließ die Geschichten so stehen, weil ich nicht wusste ob sie wahr sind oder nicht.
Am 26. Dezember 2004 war dieser große Tsunami im Indischen Ozean. Ein paar Tage danach las der Älteste der Gemeinde einen Brief an der Kanzel vor, von einer Pfingstlergemeinde in Indonesien. Dort erzählte der Älteste von dieser Gemeinde von einem Wunder, das sie erlebt hätten: Sie wollten ihren Weihnachtsgottesdienst in der Stadtmitte halten, aber Gott hat ihnen durch einen ihrer Propheten gesagt, sie sollen nicht in der Stadt feiern, sondern auf dem Berg außerhalb der Stadt. Deswegen haben sie das so gemacht. Genau in dieser Zeit, als alle auf dem Berg waren, kam der Tsunami und verwüstete die ganze Stadt und so hat Gott ihr Leben gerettet.
Ein paar Monate später habe ich in einer christlichen Zeitschrift eine ähnliche Geschichte über die Gemeinde in Indonesien gelesen. Da war erstens nicht die Rede von einer Pfingstlergemeinde, sondern generell von den Christen, die in Indonesien Weihnachten in der Stadt feiern wollten. Das wurde aber von der Regierung nicht genehmigt. Sie bekamen die Erlaubnis nur auf dem Berg zu feiern. So taten sie es auch und so wurden sie gerettet.
Wir merken hier, dass es sich um die gleichen Christen handelt und die gleiche Geschichte, nur mit dem Unterschied, dass die Pfingstler die Geschichte zu ihren Gunsten verändert haben und Lügen verbreitet haben, damit alle Christen erkennen sollen, dass sie die wahre Gemeinde ist und nur sie den Heiligen Geist haben. Somit wurden die Pfingstler als wahre Lügner enttarnt.
Auf der anderen Seite erkennen wir wie Gott wirklich zu uns spricht. Nämlich durch Führung. Er hat die Regierung dazu benutzt seine Gemeinde zu retten. Es war sicher eine große Enttäuschung für alle Christen in Indonesien, dass sie nicht in die Stadt feiern durften und so ein großes Zeugnis von Gott geben konnten und viele Menschen erreichen konnten. Sie haben dafür sicherlich viel gebetet, dass sie die Genehmigung bekommen. Stattdessen durften sie nur weit außerhalb der Stadt an einem einsamen Ort feiern. Aber hier können wir lernen, dass wir Gott vollkommen vertrauen müssen und an ihn glauben müssen, auch wenn es anders kommt als wir es gedacht und geplant haben und auch wenn es sogar nach unserem Denken auch für die Evangelisation gut wäre. So kommt es öfters vor, dass wir einen Rückschlag hinnehmen müssen und nicht wissen warum es Gott so hat kommen lassen. Erst wenn das Problem beseitigt ist und alles wieder gut ist, können wir den wunderbaren Plan Gottes erkennen, indem wir zurückblicken wie uns Gott geführt hat. Die Betonung liegt dabei auf geführt und nicht gesagt. Er führt uns ohne dabei ein einziges Wort an uns zu richten und auch nicht durch Visionen.
Kurz danach war ich in Australien für einen Monat und habe dort eine rumänische Pfingstlergemeinde besucht. Die rumänischen Pfingstler sind noch nicht so weit wie die russischen was Wunder und Propheten betrifft, aber sie gehen trotzdem in diese Richtung und das ist auch ihr Ziel. So gab es auch in dieser Gemeinde einen Bruder, der sich damit brüstete, ein sehr bekannter Akkordeonspieler in Rumänien zu sein und erzählte allen, dass er ständig Visionen und Träume von Gott bekommt und ein Prophet sei und erzählte immer wieder von diesen Visionen. Irgendwann kam heraus, dass er alle diese Geschichten aus einem Buch hat, die er als seine Geschichten ausgab.
Wir sehen also, dass solche Lügen nicht nur in einer einzigen Gemeinde vorkommen, sondern in allen Gemeinden normal sind. Kein Wunder. Denn wo der Teufel ist, da kann auch nicht die Wahrheit sein.

Da wir gerade beim Thema Missionieren sind, bleiben wir noch ein bisschen dabei, denn sehr viele Missionare legen das Wort Gottes falsch aus und glauben falsch und werden dabei während der Missionierung getötet oder erleiden andere heftige Rückschläge. So ist es gut verständlich wenn Missionare getötet werden, wenn sie nicht wirklich Gottes Missionare sind, sondern Missionare einer falschen Gemeinde, die Irrlehren verbreitet. Diese Missionare stehen nicht unter dem Schutz Gottes und Gott kann sie auch nicht so führen wie er will, weil sie nicht seine Kinder sind und ihm nicht gehorchen. Sie sind auf sich alleine gestellt. Zu diesen Gemeinden gehören unter anderem auch die Pfingstler, Charismatiker, Mormonen, Zeugen Jehovas und weltlich orientierte Baptisten und Brüdergemeinden, katholische und evangelische und orthodoxe Kirchen und viele andere. Diese haben sich zu weit von Gott entfernt und haben mit Gott nichts mehr gemeinsam, auch wenn sie das doch meinen.
So gibt es ein Buch in der christlichen Buchhandlung, die auch von guten Christen empfohlen wird. Es heißt „Und er säte 5 Körner". Dieses Buch handelt von 5 amerikanischen Missionaren, die mit ihren Familien nach Bolivien fliegen, um dort die Indianerstämme zu missionieren und schon bei ihrem ersten Kontakt mit den Einheimischen von ihnen auch getötet werden ohne die Möglichkeit zu haben überhaupt irgend ein Wort an sie zu richten. Kurz gesagt: sie sind sinnlos gestorben. Kann es also Gottes Wille sein, dass seine eigene Missionare getötet werden in Ausübung ihres Amtes und auch noch ohne dabei irgendein Erfolg zu haben? Sie haben für Gott alles aufgegeben was sie zu Hause hatten und haben ein schweres Leben auf sich genommen voller Gefahren und Schmerzen und alles dafür geopfert. Wie konnte also Gott zulassen, dass sie sterben? Die Ungläubigen stellen sich auch immer wieder diese Frage, aber bei ihnen ist die Antwort leicht: Sie gehören nicht zu Gott und Gott kann sie nicht führen und sie beschützen. Gott liebt zwar alle Menschen, aber nicht alle Menschen kommen in den Himmel. Was war also mit den Missionaren? Die Früchte sind die gleichen wie bei den Ungläubigen: sie sind genauso gestorben. Waren sie also nicht Gottes Kinder? Wenn ja, warum? Wer das Buch liest ohne sich mit Irrlehren und falschen Glauben und falsche Gemeinden auszukennen, wird nicht merken warum es Gott zugelassen hat. Aber es gibt Hinweise in dem Buch, das darauf deutet, dass die Missionare Charismatiker waren. Z.B. erzählt die Schreiberin (eine Frau eines getöteten Missionars), dass der Missionsleiter bei einem Gebet so heftig gebetet hat, dass er mit seinem Stuhl vom Tisch bis zur Türe gerutscht ist, ohne dass er es merkte. So ein Verhalten finden wir nur bei dämonischen Einwirkungen. Aber die Missionare haben das als Wunder ausgelegt, weil sie an Wunder geglaubt haben und auch Wunder erwartet haben. Dann gab es noch gravierende Fehler, die sie bei der Kontaktherstellung mit den Eingeborenen gemacht haben und gehofft haben, dass sie Gott beschützen wird. Sie haben also Gott versucht und herausgefordert, dass er sie beschützt wenn sie sich mit Absicht in eine Gefahr begeben, in der sich jeder andere normal denkende Mensch niemals begeben hätte. Das war ihr größter geistlicher und irdischer Fehler.

Lukas 4,9-12:

9. Und er führte ihn gen Jerusalem und stellte ihn auf des Tempels Zinne und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich von hinnen hinunter
10. denn es steht geschrieben: "Er wird befehlen seinen Engeln von dir, daß sie dich bewahren
11. und auf den Händen tragen, auf daß du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt."
12. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: "Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen."

Lukas 22,35-36:

35. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals.
36. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche; wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.

Jesus ist nicht mehr da, um uns vor dem Teufel zu beschützen und wir sind den Naturgesetzen wieder ausgesetzt. Wir müssen uns auf Missionsreisen mit allem versorgen was wir brauchen. Das ist auch geistlich zu sehen, denn das Schwert ist nicht wörtlich gemeint, sondern geistlich für den Teufel.
Es bestand große Feindschaft zwischen den Eingeborenen und den Einsiedlern, weil die Einsiedler sie als Sklaven nahmen und mutwillig töteten. Die Indianer machten keinen Unterschied zwischen den Einsiedlern und den Missionaren, weil sie sie nicht kannten und nicht wussten in welcher Absicht sie zu ihnen kamen. Gewöhnlich verlief jeder Kontakt mit den weißen Menschen so ab, dass sie jedes Indianerdorf überfielen, plünderten, verbrannten, willkürlich Indianer töteten und die Überlebenden als Sklaven mitnahmen. Deswegen war die feindschaftliche Haltung der Indianer logisch nachvollziehbar. Diese Situation war den Missionaren auch bekannt und sie wurden von den Einsiedlern auch sehr oft gewarnt, nicht zu den Indianern zu gehen, sonst würden sie nicht mehr zurückkommen. Aber die Missionare hörten nicht auf sie. Sie bahnten sich also einen Weg zu dem zuletzt bekannten Ort, an dem Indianer gesehen wurden ohne irgendein Wort auf ihrer Sprache zu sprechen und auch ohne Waffen. Ihre Waffen nahmen sie mit bis kurz vor dem Indianerdorf, um sich vor wilden Tieren zu schützen und um zu jagen. Aber dann ließen sie die Waffen zurück, um die Indianer nicht zu verschrecken und ihnen zu zeigen, dass sie in friedlicher Absicht kommen. Kein Wunder, dass sie sofort gefangen genommen wurden und umgebracht wurden. Sie wurden nie wieder gesehen. Die Frauen schickten einen einheimischen Christen mit einem Suchtrupp, um die Missionare zu suchen, aber sie fanden nur ein paar Hinweise, dass sie von den Indianern umgebracht wurden. Also merkten die Frauen, dass es definitiv falsch war wie sie die Sache angegangen ist und deswegen entschieden sie ohne ihre Männer mit der Mission weiter zu machen, aber diesmal lernten sie zuerst die Sprache der Indianer und näherten sich vorsichtig immer ein Stück mehr den Indianern über andere Indianer, die die Einsiedler als Sklaven hielten und so klappte es dann, dass sie das Vertrauen der Indianer wieder gewinnen konnten und so fanden sie heraus, dass ihre Männer definitiv tot waren und auch wer sie umgebracht hat.
Wir sehen also auch hier einen Unterschied zwischen einem charismatischen Weg und einen normalen christlichen Weg. Der Weg mit Wunder hat nicht funktioniert und ging komplett in die Hose, wobei der Weg mit Köpfchen und ohne Wunder funktioniert hat, obwohl es die gleiche charismatische Gruppe war. Sie haben zwar dazugelernt, dass man Gott nicht herausfordern darf, aber nicht, dass ihr Glaube falsch war und dass es auch an ihrem Glauben lag. Wir sehen hier, dass sich Gott heute an die Naturgesetze hält und keine Wunder mehr macht, um die Menschen zum Glauben zu bringen. Die Zeiten der Wunder sind vorbei und mit den Aposteln gestorben.

Es kommen immer wieder Nachrichten über getötete Missionare und Christen in muslimische Länder. In solchen Ländern ist das normal, denn dort haben Christen keine Rechte. Sie sind Gesetzeslose, mit denen jeder machen kann was er will. Sie werden schlimmer als Tiere behandelt. Aber es sind wieder nur falsche Christen, die getötet werden. Sie sind katholische Christen, die an eine Irrlehre Glauben und nicht zu Jesus beten, sondern zu Maria. Wie soll Gott solche Christen beschützen? Gott sagt ganz klar, dass er keine Götzen duldet.

Natürlich gibt es auch in der Bibel Fälle von Märtyrertod, die auch echte Christen waren so wie die Aposteln, aber das waren erstens nur Einzelfälle und keine Massenhinrichtungen und außerdem haben diese Christen zuerst ihre Missionen beendet und erst nachdem sie ihre Pflichten erfüllt haben, wurden sie getötet.

Deswegen gilt auch hier: Als aller Erstes muss das Wort Gottes beachtet werden und die Gebote gehalten werden, bevor wir in Mission gehen und von Gott beschützt werden können.

Zu Thema Wunder, Propheten, Pfingstler, Charimatiker und Irrlehren habe ich mehr im Vortrag „Russische Pfingstler und Zungenrede" unter der Internetadresse http://auserwaehltechristen.de/forum/russische_pfingstler_und_zungenrede-1729086-t.html geschrieben.

Wir haben also gesehen, dass der Heilige Geist sich mit Wunder nur vorstellen musste wie es Gott und Jesus getan haben und dann haben die Wunder aufgehört. Aber wie redet dann Gott noch mit den Menschen und die Menschen mit Gott, wenn es keine Propheten oder Aposteln gibt? Durch den Heiligen Geist, der in jedem Menschen ist, der an Jesus glaubt. Der Heilige Geist wirkt nicht mehr durch Wundern, sondern durch Führungen. Er führt die Gläubigen so, dass sie dahin kommen und das tun was er will – sofern sie auf ihn hören. Das heißt, er macht uns auf bestimmte Sachen aufmerksam und erweckt unser Interesse an bestimmte Sachen und schließt uns Türen wo wir nicht durchgehen sollen und öffnet uns Türen durch die wir durchgehen sollen. So lenkt er uns und unterrichtet uns in seinem Wort, indem er uns durch den Verstand erklärt wie die Bibel gemeint ist und worauf wir achten sollen und wie wir sie auslegen sollen. Es ist dann so, als ob wir eine Idee bekommen. Gott spricht zu uns also durch eine ganz leise Stimme, die wir nicht als solches Wahrnehmen, sondern als eine Eingebung, die scheinbar von uns selbst kommen würde.

Der Mensch hat bekanntlich einen Geist, der unseren Verstand steuert. Aber jeder Mensch kann sich aussuchen, wen er als Herrn annimmt. Gott oder den Teufel. Wenn er keine Wahl trifft, lautet seine Wahl automatisch: Teufel. Denn jeder Mensch wird in Sünde geboren und muss sich zu Gott bekehren wenn er erwachsen wird. So lange er ein Kind ist, ist er ein Kind Gottes, aber steht trotzdem unter dem Einfluss seiner Eltern. Wenn die Eltern ungläubig sind, kann dem Kind auch Böses widerfahren, wobei einem Kind, das gläubige Eltern hat, nichts Böses widerfährt, wenn es Gott nicht zulässt. Es passiert den Kindern aber auch bei gläubigen Eltern Böses, weil die Eltern entweder keine echte Christen sind oder Gott die Eltern wegen ihren Sünden bestraft, von denen sie nicht abgehren wollten, wie es im Alten Testament steht. Aber sobald das Kind erwachsen wird und es sich nicht zu Gott bekehrt, steht es so lange unter der Herrschaft des Teufels bis es entweder stirbt oder sich doch noch bekehrt. Wenn sich ein Mensch nicht bekehrt, wird sein Geist von einem bösen Geist beeinflusst und um so mehr man dem bösen Geist nachgibt und folgt, desto mehr Macht bekommt er über diesen Menschen und dieser Mensch verliert dann immer mehr die Kontrolle über seinen Körper. Wenn wir aber Gott als Herrn angenommen haben, werden wir von seinem Geist beeinflusst und gesteuert und je nachdem wie viel wir ihm gehorchen, desto mehr wird uns Gutes widerfahren und desto mehr nähern wir uns Gott und desto stärker werden wir im Glauben und desto mehr Erfahrungen machen wir mit ihm. Wenn wir etwas Falsches getan haben, spricht der Heilige Geist zu uns über unser Gewissen, indem er unsere Aufmerksamkeit auf unser schlechtes Gewissen lenkt, bis wir uns korrigiert haben. Das heißt Führung ohne Wunder. Nehmen wir dazu ein paar Beispiele aus dem Alltag und sehen wie Gott uns führt und zu uns spricht.

Durch die Bibel

Als erstes hat uns Gott die Bibel gegeben. Jeder, der an ihm glaubt und seinen Willen tun will, der liest die Bibel und tut was darin steht. Zu den meisten Lebenssituationen gibt uns die Bibel schon einige Verhaltensregeln. Wenn wir also in einer Situation kommen wo wir nicht wissen wie wir uns verhalten sollen oder wie wir entscheiden sollen oder eine Sünde begangen haben und nicht davon abkehren wollen, macht uns Gott auf sein Wort aufmerksam und ruft uns in Erinnerung was wir gelesen haben oder lässt uns wie durch ein Zufall die Bibelstelle zukommen. Dabei spricht er zuerst zu uns durch unseren Verstand, indem er uns über unseren Verstand lenkt. Wenn wir aber diese leise Stimme ignorieren oder mit Absicht überhören, versucht er es noch einmal in einer anderen Situation. Wenn wir das auch ignorieren, schickt er uns einen Menschen, der uns darauf aufmerksam macht, ohne dass er dabei weiß, dass Gott durch ihn zu uns spricht. Für diesen Menschen ist es einfach nur ein Gespräch oder eine Hilfeleistung. Wenn wir das auch ignorieren, zeigt Gott einem Menschen unser Problem oder unsere Sünde. Somit kennt schon min. ein Mensch unsere Sünde, was sehr peinlich sein kann. Gott schickt dann diesen Menschen zu uns, der uns dann auf unsere Sünde aufmerksam macht und zwar direkt, und so, dass wir es nicht mehr ignorieren können. Wenn wir dann immer noch nicht auf ihn hören, zieht er sich aus unserem Leben zurück und unsere Sünde wird bei allen Menschen in unserer Umgebung bekannt und das wird dann erst recht peinlich. Erst wenn wir uns wieder zu ihm bekehren und unsere Sünde bereuen und um Vergebung bitten, wird er wieder die Kontrolle über unser Leben übernehmen und es wird dann wieder aufwärts gehen. Aber was passiert ist, wird nicht rückgängig gemacht. Die Menschen werden nicht unsere peinliche Sünde vergessen und werden nicht aufhören über uns zu reden, erst wenn einige Zeit vergangen ist und es in Vergessenheit geraten ist. Deswegen ist es wichtig so früh wie möglich auf die Stimme Gottes zu hören, um uns Unannehmlichkeiten zu ersparen. Umso früher, desto besser.

Durch Krankheiten:

Wir dürfen uns nicht vom Teufel täuschen lassen wenn er uns einredet, dass uns Gott nicht verlässt, denn in Hiob 33,14-30 steht, dass uns Gott nur drei Mal ermahnt und dann verlässt er uns.

14. Denn in einer Weise redet Gott und wieder in einer anderen, nur achtet man's nicht.
15. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt, wenn sie schlafen auf dem Bette,
16. da öffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und züchtigt sie,
17. daß er den Menschen von seinem Vornehmen wende und behüte ihn vor Hoffart
18. und verschone seine Seele vor dem Verderben und sein Leben, daß es nicht ins Schwert falle.
19. Auch straft er ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seinen Gebeine heftig
20. und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor seiner Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust zu essen hat.
21. Sein Fleisch verschwindet, daß man's nimmer sehen kann; und seine Gebeine werden zerschlagen, daß man sie nicht gerne ansieht,
22. daß seine Seele naht zum Verderben und sein Leben zu den Toten.
23. So dann für ihn ein Engel als Mittler eintritt, einer aus tausend, zu verkündigen dem Menschen, wie er solle recht tun,
24. so wird er ihm gnädig sein und sagen: "Erlöse ihn, daß er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versöhnung gefunden."
25. Sein Fleisch wird wieder grünen wie in der Jugend, und er wird wieder jung werden.
26. Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird ihn sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten.
27. Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: "Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt; aber es ist mir nicht vergolten worden.
28. Er hat meine Seele erlöst, daß sie nicht führe ins Verderben, sondern mein Leben das Licht sähe."
29. Siehe, das alles tut Gott zwei-oder dreimal mit einem jeglichen,
30. daß er seine Seele zurückhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen.

Im Alten Testament hat Gott noch die Engel zu den Menschen geschickt, aber heute ist das nicht mehr nötig, denn Gott selbst ist in uns und ermahnt uns durch den Heiligen Geist direkt.
Wir dürfen uns auch nicht belügen lassen, auch nicht von Gläubigen, dass uns Gott nicht auch durch Krankheiten bestraft, denn alles Böse was uns widerfährt, ist entweder eine Bestrafung oder eine Probe so wie bei Hiob. Er war gerecht und Gott hat ihm trotzdem alles vom Teufel nehmen lassen, auch seine Kinder. Der Unterschied aber zwischen einer Probe und einer Bestrafung ist die Dauer. Eine Probe ist nur von kurzer Dauer und dann wird alles wieder gut, während eine Bestrafung so lange dauert bis wir uns bekehren. Aber es gibt auch Strafen, die noch länger dauern, wie z.B. indem uns Gott ein Kind schenkt, aber mit einer Behinderung, denn Gott bestraft die Eltern auch durch die Kinder.

2. Mose 20,5-6:

5. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;
6. und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

2. Mose 34,7:

7. der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Väter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.

So ist das behinderte Kind ein Produkt unserer Sünde, aber wenn wir uns bekehren, wird das Kind nicht sofort wieder normal, aber Gott wird uns dann Mittel und Wege geben, die uns und dem Kind das Leben erleichtert und es wird somit besser. Wenn wir aber merken, dass unsere Krankheit oder die Bestrafung oder unser Leid oder unsere Probleme nicht besser werden, dann wissen wir, dass in uns immer noch eine Sünde steckt. Denn manchmal belügen wir uns selbst und sagen uns, dass die Sünde nicht so schlimm ist oder finden andere Ausreden. Aber anhand der Tatsachen können wir erkennen, dass es doch nicht so ist. Deswegen müssen wir dann alles aus uns rausschmeißen was Gott nicht gefällt. Erst dann wird es besser. Ganz sicher. Denn so sagt es Gott ganz ausführlich in dem ganzen Kapitel 18 in Hesekiel:

1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Was treibt ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und sprecht: "Die Väter haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden"?
3. So wahr als ich lebe, spricht der Herr, solches Sprichwort soll nicht mehr unter euch gehen in Israel.
4. Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes Seele. Welche Seele sündigt, die soll sterben.
5. Wenn nun einer fromm ist, der recht und wohl tut,
6. der auf den Bergen nicht isset, der seine Augen nicht aufhebt zu den Götzen des Hauses Israel und seines Nächsten Weib nicht befleckt und liegt nicht bei der Frau in ihrer Krankheit,
7. der niemand beschädigt, der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, der niemand etwas mit Gewalt nimmt, der dem Hungrigen sein Brot mitteilt und den Nackten kleidet,
8. der nicht wuchert, der nicht Zins nimmt, der seine Hand vom Unrechten kehrt, der zwischen den Leuten recht urteilt,
9. der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote hält, daß er ernstlich darnach tue: das ist ein frommer Mann, der soll das leben haben, spricht der Herr.
10. Wenn er aber einen Sohn zeugt, und derselbe wird ein Mörder, der Blut vergießt oder dieser Stücke eins tut,
11. und der andern Stücke keins tut, sondern auf den Bergen isset und seines Nächsten Weib befleckt,
12. die Armen und Elenden beschädigt, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu den Götzen aufhebt und einen Greuel begeht,
13. auf Wucher gibt, Zins nimmt: sollte der Leben? Er soll nicht leben, sondern weil er solche Greuel alle getan hat, soll er des Todes sterben; sein Blut soll auf ihm sein.
14. Wo er aber einen Sohn zeugt, der solche Sünden sieht, so sein Vater tut, und sich fürchtet und nicht also tut,
15. ißt nicht auf den Bergen, hebt seine Augen nicht auf zu den Götzen des Hauses Israel, befleckt nicht seines Nächsten Weib,
16. beschädigt niemand, behält das Pfand nicht, nimmt nicht mit Gewalt etwas, teilt sein Brot mit dem Hungrigen und kleidet den Nackten,
17. der seine Hand vom Unrechten kehrt, keinen Wucher noch Zins nimmt, sondern meine Gebote hält und nach meinen Rechten lebt: der soll nicht sterben um seines Vaters Missetat willen, sondern leben.
18. Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geübt hat und unter seinem Volk getan hat, was nicht taugt, siehe, der soll sterben um seiner Missetat willen.
19. So sprecht ihr: Warum soll denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missetat? Darum daß er recht und wohl getan und alle meine Rechte gehalten und getan hat, soll er leben.
20. Denn welche Seele sündigt, die soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Missetat des Sohnes; sondern des Gerechten Gerechtigkeit soll über ihm sein.
21. Wo sich aber der Gottlose bekehrt von allen seine Sünden, die er getan hat, und hält alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soll er leben und nicht sterben.
22. Es soll aller seiner Übertretung, so er begangen hat, nicht gedacht werden; sondern er soll leben um der Gerechtigkeit willen, die er tut.
23. Meinest du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der Herr, und nicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe?
24. Und wo sich der Gerechte kehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Böses und lebt nach all den Greueln, die ein Gottloser tut, sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; sondern in seiner Übertretung und Sünde, die er getan hat, soll er sterben.
25. Doch sprecht ihr: Der Herr handelt nicht recht. So hört nun, ihr vom Hause Israel: Ist's nicht also, daß ich recht habe und ihr unrecht habt?
26. Denn wenn der Gerechte sich kehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Böses, so muß er sterben; er muß aber um seiner Bosheit willen, die er getan hat, sterben.
27. Wiederum, wenn der Gottlose kehrt von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und tut nun recht und wohl, der wird seine Seele lebendig erhalten.
28. Denn weil er sieht und bekehrt sich von aller Bosheit, die er getan hat, so soll er leben und nicht sterben.
29. Doch sprechen die vom Hause Israel: Der Herr handelt nicht recht. Sollte ich Unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt unrecht.
30. Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen, spricht der Herr. Darum so bekehrt euch von aller Übertretung, auf daß ihr nicht fallen müsset um der Missetat willen.
31. Werfet von euch alle eure Übertretung, damit ihr übertreten habt, und machet euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum willst du sterben, du Haus Israel?
32. Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.

Wenn die Eltern Ungläubige sind oder Sünder, sind sie verflucht. Dann geht der Fluch auch auf seine Kinder und Enkeln, weil sie dann genauso ungläubig bleiben und in ihren Sünden. Nur wenn sich das Kind bekehrt, wird es von diesem Fluch befreit und die Lasten der Eltern gehen nicht auf das Kind über. Aber unabhängig von der Verwandtschaft bestraft Gott die Menschen durch Krankheiten, auch die Gläubigen wenn sie nicht von ihren Sünden abkehren wollen.

1. Korinther 11,30.

29. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber zum Gericht, damit, daß er nicht unterscheidet den Leib des Herrn.
30. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen.
31. Denn so wir uns selber richten, so würden wir nicht gerichtet.
32. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden.

Das gilt nicht nur für das Abendmahl, sondern generell für die Sünden, die in uns sind. Eine andere Stelle finden wir in Matthäus 9,2:

2. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bett. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben.

Jesus sagt nicht, dass er wieder gesund werden soll, sondern, dass seine Sünden vergeben sind, denn die Sünde ist die Ursache für die Krankheit. Umsonst hätte Jesus den Kranken geheilt ohne ihm seine Sünden zu vergeben, denn dann wäre die Krankheit wieder gekommen oder es wäre gar nicht möglich gewesen ihn zu heilen ohne die Sünde zu vergeben. In Johannes 9,1-2 finden wir noch eine Stelle.

1. Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war.
2. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?

Damals wussten alle Juden, dass Gott durch Krankheiten straft, deswegen haben die Jünger Jesus gefragt wer von ihnen gesündigt hat. Aber es war klar, dass einer gesündigt haben musste, sonst wäre er nicht krank bzw. blind geworden.

Krankheiten sind also auch eine Art von Kommunikation zwischen Gott und den Menschen. Wer das nicht wahr haben will, wird weiter in seine Sünden und Krankheiten und Probleme ersticken, so wie es in Hiob 33,14-30 steht.

Durch andere Menschen

Wie ich schon weiter oben erwähnt habe, schickt uns Gott auch Menschen, wenn wir seiner Stimme nicht gehorchen, denn wenn wir einen Menschen vor uns sehen, der mit uns spricht, hören wir eher darauf, als wenn ein Gedanke durch unser Kopf geht.
Dabei ist es irrelevant, ob dieser Mensch gläubig ist oder nicht. Manchmal lässt es Gott auch zu, dass uns Ungläubige ermahnen, die von der Bibel keine Ahnung haben, aber wohl eine Ahnung von irdischen Gesetzen. Denn manchmal übergehen wir auch menschliche Gesetze.
Wenn uns Gott aber einen Gläubigen aus unserer Gemeinde schickt, sieht das so aus:

Matthäus 18,15-18:

15. Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
16. Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund.
17. Hört er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zöllner oder Heiden.
18. Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein.

1. Thessalonicher 5,14:

14. Wir ermahnen aber euch, liebe Brüder, vermahnet die Ungezogenen, tröstet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann.

Wenn es aber extrem starke Sünden sind, die auch unter den Ungläubigen nicht oft vorkommen und auch bei den Ungläubigen verpönt sind, dann muss man den Sünder sogar sofort aus der Gemeinde hinauswerfen, ohne eine Ermahnung, denn dann kommt jede Ermahnung zu spät.

1. Korinther 5,11-13:

11. Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben, so jemand sich läßt einen Bruder nennen, und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgöttischer oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit dem sollt ihr auch nicht essen.
12. Denn was gehen mich die draußen an, daß ich sie sollte richten? Richtet ihr nicht, die drinnen sind?
13. Gott aber wird, die draußen sind, richten. Tut euch von selbst hinaus, wer da böse ist.

2. Thessalonicher 3,6+14:

6. Wir gebieten euch aber, liebe Brüder, in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi, daß ihr euch entzieht von jedem Bruder, der da unordentlich wandelt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen hat.
14. So aber jemand nicht gehorsam ist unserm Wort, den zeigt an durch einen Brief, und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf daß er schamrot werde;

Erst wenn sich derjenige wieder bekehrt hat, darf er wieder in die Gemeinde eingegliedert werden.

2. Korinther 2,5-11:

5. So aber jemand eine Betrübnis hat angerichtet, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil, auf daß ich nicht zu viel sage, euch alle.
6. Es ist aber genug, daß derselbe von vielen also gestraft ist,
7. daß ihr nun hinfort ihm desto mehr vergebet und ihn tröstet, auf daß er nicht in allzu große Traurigkeit versinke.
8. Darum ermahne ich euch, daß ihr die Liebe an ihm beweiset.
9. Denn darum habe ich euch auch geschrieben, daß ich erkennte, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam zu sein in allen Stücken.
10. Welchem aber ihr etwas vergebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, so ich etwas vergebe jemand, das vergebe ich um euretwillen an Christi Statt,
11. auf daß wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist nicht unbewußt, was er im Sinn hat.

Wenn wir aber auch nicht auf die Menschen hören, die uns Gott schickt, kommt die Bestrafung und die wird nicht leicht ausfallen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.12.2014 16:19.

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